SPD AK Labertal wurde für Wilhelm-Dröscher-Preis 2011 nominiert

Veröffentlicht am 27.09.2011 in AntiFa/Migration

im Gespräch mit Generalsekretärin Andrea Nahles

Entscheidung fällt beim Bundesparteitag in Berlin

Über die Nominierung zum Wilhelm-Dröscher-Preis 2011 freuen sich die Mitglieder des SPD-Arbeitskreises Labertal. Generalsekretärin Andrea Nahles, die mit in der Jury sitzt, diskutierte in München mit den niederbayerischen Bewerbern über ihre Bewerbung. In fünf Kategorien wird dieser Preis vergeben, der 1982 auf Anregung des SPD-Vorsitzenden Willy Brandt und des Bundesgeschäftsführers Peter Glotz ins Leben gerufen wurde. Damit wird beispielhaftes ehrenamtliches Engagement in der SPD ausgezeichnet. Mit der Namensgebung wird die Lebensleistung des ehemaligen SPD-Schatzmeisters Wilhelm Dröscher gewürdigt, der 1977 auf dem Hamburger Parteitag starb. Dem Kuratorium des mit 15.000 Euro dotierten Preises sitzt Bundesministerin a.D. Heidemarie Wieczorek-Zeul vor.

Der SPD-AK Labertal hat sich in der Kategorie „Aktionen gegen Rechts“ beworben. Seit der Gründung des SPD-Arbeitskreises, der sich über fünf Landkreise und zwei Regierungsbezirke erstreckt, wurden in allen Ortsvereinen Ausstellungen an Schulen oder öffentlichen Gebäuden zum Thema „Rechtsextremismus“ gezeigt oder Informationsveranstaltungen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Gruppen, Vereinen und Kirchen gelang es dem Arbeitskreis so, Vergangenes als Mahnung für die Gegenwart und Zukunft in einer Region nachhaltig zu präsentieren. In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem DGB konnten verschiedene Ausstellungen in die Region geholt werden. „Unser Anspruch ist es auch, „Kultur auf´s Land“ zu holen, so Ruth Müller. Den Jugendlichen müssen vor Ort Informationen gegeben werden, ohne dass die Schulen mit Reisekosten zu Ausstellungen belastet werden.

Die „Bonhoeffer-Wochen 2010“, die gemeinsam mit fünf evangelischen Kirchengemeinden durchgeführt wurden, beeindruckten mehrere hundert Ausstellungsbesucher und wurden mit Bücherpräsentationen, Filmvorführungen und Zeitzeugengespräche ergänzt. Die Resonanz auf diese Ausstellungsreihe war so groß, dass der SPD-AK Labertal für das Frühjahr 2011 die Ausstellung noch einmal in den Süden der Republik holte, berichtete die stellvertretende Sprecherin des SPD-AK Labertal und Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller der Generalsekretärin Andrea Nahles. Nach Baden-Württemberg konnte die Ausstellung nochmals mehre Wochen in der Oberpfalz gezeigt werden, nachdem im Sommer 2010 eine Veranstaltung unter dem Motto „Bonhoeffer mit Bischof Dr. Gerhard Müller begegnen“ durchgeführt wurde, freute sich der Regensburger Kreisvorsitzende Rainer Hummel.

In den drei niederbayerischen Landkreisen Landshut, Deggendorf und Passau wurde die Ausstellung 2011 noch einmal präsentiert, unterstrich der stellvertretende SPD-Bezirksvorsitzende Christian Flisek den nachhaltigen Effekt dieser Aktion, die durch den SPD-AK Labertal initiiert wurde und für 2012 liegen bereits wieder Anfragen vor.

Mit dieser Nominierung ist die Teilnahme am Bundesparteitag in Berlin vom 4.-6.12.2011 verbunden, wo der AK Labertal die „Aktionen gegen Rechts“ im Rahmen einer Ausstellung präsentieren wird. Auch der aktuell laufende Themenbereich "Mutige Menschen - Der Kleine Widerstand im Labertal" wird als Fortsetzung der Bonhoeffer-Wochen zum Wettbewerbsbeitrag "Zivilcourage - heute" vorgestellt.

Foto v. l. n. r.: Rainer Hummel - Kreisvorsitzender SPD Regensburg; Andrea Nahles - Generalsekretärin & Jurymitglied Wilhelm-Dröscher-Preis; Ruth Müller – Kreisvorsitzende SPD Landkreis Landshut; Christian Flisek – stv. Bezirksvorsitzender SPD Niederbayern

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.