Sozialdemokraten fordern Erzeugergemeinschaften über Ländergrenzen hinweg

Veröffentlicht am 08.12.2010 in Europa

MdEP Ismail Ertug © Europäisches Parlament 2010

MdEP Ismail Ertug: Marktmacht der Bauern stärken

Die EU-Kommission plant künftig vor allem die Leistung öffentlicher Güter zu entlohnen und Klimaschutz und Biodiversität in den Fokus zu rücken. „Dies begrüßen wir Sozialdemokraten“, erklärt der Oberpfälzer Europaabgeordnete Ismail Ertug anlässlich der Vorstellung der Agrar-Reformvorschläge der EU-Kommission im Europäischen Parlament. „Wir fordern aber durchdachte Anreize und eine leistbare Balance zwischen Transparenz und Bürokratie“, so Ismail Ertug. Schließlich wolle man die Bauern nicht an den Schreibtisch ketten, sondern trete für eine detaillierte Folgeabschätzung und möglichst großen Spielraum in der Umsetzung ein.

Da EU-Vorgaben manchmal von den nationalen Regierungen zusätzlich verkompliziert werden, treten wir auch für bessere Kommunikation zwischen allen Beteiligten ein“, so Ismail Ertug.
Der zuständige EU-Kommissar Ciolos schlägt in den Reformideen der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor, Bauern mit einer Grundsicherung zu unterstützen, die sich an einem EU-weiten Durchschnittsniveau der Direktzahlungen orientieren soll. Die Sozialdemokraten im Europaparlament fordern hier die Koppelung der Direktzahlungen an das Lohnniveau des jeweiligen Landes.

Außerdem setzen sie sich für eine Mengenregelung der Milch ein, beispielsweise über eine gesamteuropäische Regulierungsstelle, die im Notfall aktiv werden und frühzeitig Warnungen aussprechen kann, falls der Markt zu übersättigen droht. „Wir möchten eine Stärkung der Marktmacht der Bauern durch z.B. Erzeugergemeinschaften auch über Ländergrenzen hinweg, um so über relevante Milchmengen zu verfügen, die die Verhandlungsmacht der Erzeuger gegenüber Großkonzernen stärken“, so Ismail Ertug.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.