Sommerempfang der Kreis-SPD in Rattenberg – Fernsehduell "Ude vs. Seehofer"

Veröffentlicht am 05.09.2013 in Kreisvorstand

Eine Stimmung wie vor einem großen Fußballspiel machte Kreisvorsitzender Martin Kreutz aus, als er vergangenen Mittwoch zum Sommerempfang der Kreis-SPD im Sportheim in Rattenberg begrüßte. Es standen Grußworte der Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagskandidaten aus dem Stimmkreis und ein Referat das amtierenden Landtagsabgeordneten Reinhold Perlak auf dem Programm. Außerdem konnten sich die Teilnehmer gemeinsam das Fernsehduell "Ude vs. Seehofer" unter dem Motto "Heut spielt ROT gegen SCHWARZ" ansehen und ausdiskutieren.

Neben dem Schwarzacher Bürgermeister Reinhard Schwarz konnte Martin Kreutz eine Reihe von Genoss_innen aus dem Landkreis begrüßen, u.a. Kreisrat Fritz Fuchs und AfA-Vorsitzenden Stephan Rückert. In Ihrem Grußwort fand es Bundestagskandidatin Johanna Uekermann „richtig toll“, dass der Stimmkreis Straubing für die anstehenden Wahlen Kandidaten aus drei Generationen aufbieten könne. So stehe sie selbst als die Jüngste für faire Arbeitsverhältnisse, Landtagskandidat Peter Stranninger für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Heinz Uekermann, Bezirkstagskandidat, für die Solidarrente, "damit man auch im Alter noch gut leben kann, ohne betteln gehen zu müssen". Peter Stranninger, Landtagsdirektkandidat für Straubing Stadt und Land und sein Listenkandidat Martin Kreutz, der ihn im vollem Umfang unterstützt, berichteten von den positiven Erfahrungen des bisherigen Wahlkampfs. Martin Kreutz erläuterte, dass "er in seiner bisherigen kommunalpolitischen Laufbahn Zeiten ohne eigenen Abgeordneten erlebt habe – aber auch die Arbeit und Unterstützung durch MdL Reinhold Perlak“, Martin Kreutz weiter: "Das möchte ich nicht missen!" Heinz Uekermann als Direktkandidat für den Bezirkstag und die Listenkandidatin Christine Schrock erinnerten daran, dass im Bezirkstag, der für viele soziale Aufgaben in Niederbayern verantwortlich zeichnet, keine SPD-Vertretung aus dem Raum Straubing vertreten seien und sich das unbedingt ändern müsse.

Der Straubinger Landtagsabgeordnete Reinhold Perlak erinnerte in seinem Referat anfangs daran, dass der amtierende Ministerpräsident Horst Seehofer auch nicht länger die Menschen in Bayern regiere, als er selbst Abgeordneter im Maximilianeum sei – nämlich seit Herbst 2008. Dabei habe Seehofer aber weder ein Mandat der Bürgerinnen und Bürger noch ein Stimmrecht im Landtag, „weil er ja nicht dorthin gewählt, sondern von der CSU berufen wurde“. Perlak stellte anschließend klar, wie wichtig ein zweites Mandat für die Region Straubing im Landtag sei. „Nicht nur, dass zwei Abgeordnete verschiedener Parteien auf einander aufpassen, in wichtigen Dingen können sie zusammen mehr erreichen, als einer alleine!“ Er appellierte an die Wählerinnen und Wähler, mit Peter Stranninger einen kompetenten Kommunalpolitiker in den Landtag zu entsenden. „Ob beim Abfall oder beim Trinkwasser, selbst aus der Opposition heraus ist es mir gelungen, die Kollegen der Mehrheitspartei zu überzeugen und den größten Schaden von den Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern abzuwenden“, so Perlak zu den beiden wichtigsten Abstimmungserfolgen seiner MdL-Laufbahn. Abschließend bedankte sich Reinhold Perlak bei allen für „Förderung, Unterstützung und Begleitung – aber auch jede konstruktive Kritik“ in seiner politischen Laufbahn und wünschte den Kandidatinnen und Kandidaten für die kommenden Wahlen viel Glück und Erfolg.

Im Anschluß verfolgte die Versammlung gespannt und mit wachsender Begeisterung das Fernsehduell zwischen Horst Seehofer und dem Herausforderer Christian Ude. Einstimmig wurde Christian Ude als Sieger ausgemacht und gefeiert – besonders nachdenklich stimmte die Zuhörerinnen und Zuhörer aber die schlechte persönliche Präsentation des Ministerpräsidenten – „Ist er es nur nicht gewohnt, dass ihm einer Paroli bietet oder hat er echt Panik vor dem Wahlsonntag in zehn Tagen?“ - war die abschließend am meisten diskutierte Frage.

Bildunterschrift: Stimmten sich beim Sommerempfang der SPD auf das Fernsehduell „Ude vs. Seehofer“ ein: v.l. Reinhold Perlak, MdL, Christine Schrock, Robert Pfannenstil, Kreisvorsitzender Martin Kreutz, Johanna Uekermann, BGM Reinhard Schwarz, Peter Stranninger, Unterbezirksvorsitzender Heinz Uekermann und Rainer Pasta

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.