Schulpolitik von Kurzsichtigkeit geprägt

Veröffentlicht am 02.06.2009 in Lokalpolitik

Bürgermeister Franz Göbl und die SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller sind enttäuscht von der Politik der Staatsregierung.

Bürgermeister Göbl enttäuscht über die Verteilung der Gelder des Konjunkturpaketes II

Im Rahmen des Mai-Stammtisches der Bucher SPD – aktive Bürger konnte Vorsitzender Ulrich Nitsche die Kreisvorsitzende der Landkreis- SPD und Kreisrätin Ruth Müller neben Bürgermeister und Kreisrat Franz Göbl begrüßen. Zunächst ging Ruth Müller in Ihrem Referat auf die Landkreispolitik ein. Schwerpunkt war wieder die undurchsichtige, populistische und wenig reflektierte Bildungspolitik der Staatsregierung nach Gutsherrn Art. Ruth Müller wartete mit einer eigens angefertigten Geburtenstatistik für den Landkreis auf, aus denen stark sinkende Schülerzahlen für die kommenden Jahre abgeleitet werden können. Unter der Annahme gleich bleibender Übertrittsquoten in Realschule bzw. Gymnasium werden in Zukunft die Hauptschulen im Landkreis unter zunehmenden Existenzdruck geraten, da Ruth Müller sogar eine Erhöhung der Übertrittsquoten insbesondere in die Realschulen prognostiziert. Die Folge sei ein zunehmender Raumbedarf in den Realschulen und gleichzeitig ein abnehmender bei den Hauptschulen.

Eine Weiterführung einer kurzsichtigen Politik in Form der Behebung von Engpässen durch Anbauten an bestehende Schulen würde keine nachhaltige Lösung der prognostizierten Probleme darstellen, da ja langfristig insgesamt eher zu viele Klassenräume zur Verfügung stehen. Auch aus Gründen der Kostenminimierung sollten andere Konzepte entwickelt werden, zumal der Landkreis heute bereits über 2 Millionen EURO für den Schülertransport berappen muss. Wie wäre es beispielsweise mit dem Gedanken, im Rahmen dessen beispielsweise Buch am Erlbach einvernehmlich mit seinen Nachbargemeinden ein gemeinsames Konzept entwickeln könnte, welches dazu führen würde, eine der bestehenden, in Zukunft nicht mehr benötigten Hauptschulen zu einer Realschule „umzufunktionieren“. Dies würde gerade in unserer Region die Fahrtkosten deutlich senken und unsere Schüler deutlich von unproduktiven und unnötigen Fahrzeiten entlasten.

In der anschließenden Diskussion stellte Gemeinderat Tandler die Frage, wie aufwändig sich denn der Aus- oder Umbau einer Hauptschule zu einer Realschule gestalten würde. Bürgermeister Göbl beantwortete diese dahingehend, dass beispielsweise die relativ neue Hauptschule Buch in vielen Bereichen bereits besser ausgestattet sei, als so manche ältere Realschule. In seinem anschließenden Vortrag ging Bürgermeister Göbl noch eingehend auf wichtige Themen in der Gemeindepolitik ein, unter anderem auf die Anträge im Rahmen des Konjunkturpaketes II. Er äußerte seine tiefe Enttäuschung darüber, dass der Gemeinde kein einziger Euro für die energetische Erneuerung von Teilen des Schulhauses bewilligt wurde, obwohl die Zielsetzung der Bundesregierung gerade solche Maßnahmen im Auge hatte, was bei so manchen bewilligten Maßnahmen nicht so ohne weiteres zuträfe.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.