Sarrazin muss sich an seinen künftigen Worten und Taten messen lassen

Veröffentlicht am 03.05.2011 in Allgemein

Die Sprecher des AK Labertal, Ruth Müller und Rainer Pasta, unterzeichnen in Mallersdorf-Pfaffenberg das gemeinsame Positionspapier der 15 angeschlossenen Ortsvereine. (MdL Johanna Werner-Muggendorfer schloss sich der Position des AK gerne an)

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität
SPD AK Labertal distanziert sich von Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung

Der SPD- Arbeitskreis Labertal wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung keinen Nährboden im Labertal finden, unabhängig davon, welche Thesen ein einzelnes SPD-Mitglied in Berlin verbreitet. (Positionspapier des AK Labertal)

In ihrer beinahe 150 Jährigen Geschichte hat die SPD sich immer für Freiheit, Chancengleichheit und Gerechtigkeit eingesetzt. Umso unverständlicher ist die Entscheidung, das Parteiausschluss-Verfahren gegen den früheren Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin für beendet zu erklären. Wenn Thilo Sarrazin in der SPD bleibt, muss er sich an seinen künftigen Worten und Taten messen lassen und deutlich machen, dass er sich von rassistischen und diskriminierenden Äußerungen distanziert.

Für die SPD bedeutet Chancengleichheit für JEDEN die gleiche Möglichkeit auf Bildung und Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben. Zur Demokratie gehört auch das Recht auf freie Meinungsäußerung, soweit diese andere nicht verletzt, verhetzt oder diskriminiert sowie das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Gerade deshalb setzen sich die 15 Ortsvereine des SPD-AK Labertal seit der Gründung für ein „Erinnern gegen das Vergessen“ ein, um der jungen Generation zu zeigen, dass es sich lohnt, für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu kämpfen: Und um deutlich zu machen, dass ein friedliches Miteinander der Menschen durch Toleranz und Zivilcourage zu erreichen ist. Politik, Kirchen und Gesellschaft müssen täglich um ein gerechtes Deutschland ringen. Für ein Deutschland, das sich an unser Grundgesetz hält, in dem deutlich steht, dass niemand wegen seiner Abstammung, Religion oder seiner Herkunft ausgeschlossen werden darf.

Für die SPD heißt das aber auch, dass ein sachlicher Umgang mit dem Thema „Migration und Integration“ gefunden werden muss, um in einem vereinten und friedlichen Europa und einer globalisierten Welt zusammenzuleben.

(Positionspapier des AK Labertal)

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.