Rot-Grüner Gedankenaustausch zur Bildungspolitik

Veröffentlicht am 09.01.2009 in Kreistagsfraktion

Von links: Ruth Müller und Rosi Steinberger (rechts und 3. vom rechts) mit Experten beim Bildungsgespräch.

Die dauerhafte Sicherstellung der Finanzierung des Modells Landshut und die Umsetzung des Kooperationsmodells von Haupt- und Realschule standen im Mittelpunkt eines Treffens der Kreisvorsitzenden der Grünen und der SPD in Pfeffenhausen.

Neben der Kreisvorsitzenden Ruth Müller nahmen für die SPD die stellvertretende Vorsitzende Kerstin Schanzer sowie der Neufahrner Bürgermeister Bernhard Zauner, die Bildungsbeauftragten des Kreisverbandes Herbert Lohmeyer und Sebastian Hutzenthaler teil. Die Grünen waren mit ihren beiden Kreisvorsitzenden Rosi Steinberger und Günther Sandmeyer vertreten.
Die Idee zu dem Meinungsaustausch entstand, weil die Parteiprogramme von Bündnis 90/Die Grünen und SPD gerade im Bereich der Bildungspolitik große Schnittmengen haben. „Bei dieser Ausgangslage bietet es sich an, sich zusammen Gedanken über die Bildungslandschaft im Landkreis Landshut zu machen und zu versuchen, gemeinsame Interessen auch gemeinsam voranzutreiben“, so der grüne Kreisvorsitzende Günther Sandmeyer.

„Eine Einrichtung wie das Modell Landshut ist zwar nur ein Reparaturbetrieb, aber als solcher dringend nötig und daher muss sein dauerhafter Bestand sichergestellt werden“, meinte die Kreisrätin der Grünen, Rosi Steinberger. Die Volkshochschule benötige eine klare Planungsgrundlage, die nicht von einem Jahr aufs nächste wieder in Frage gestellt werden kann. Die Kosten für einen nachgeholten Hauptschulabschluss seien verschwindend gering im Gegensatz zu den oft anfallenden Sozialhilfekosten bei fehlender schulischer Grundqualifizierung. Außer den ökonomischen Fakten soll es für den sozialen Landkreis selbstverständlich sein, dass jeder Interessierte die Chance erhält, den Qualifizierenden Hauptschulabschluss nachzuholen oder auch einen schlechten Hauptschulabschluss zu verbessern.

Außer der klaren Forderung an den Landkreis bezüglich des Modell Landshuts war man sich einig, dass man mindestens einen der Schulversuche zur Kooperation von Haupt- und Realschule im Landkreis haben will. Dieses Modell, das im Koalitionsvertrag von CSU und FDP festgeschrieben ist, kann helfen, das Sterben der kleinen Schulen zu verhindern, wenn es das Modell der regionalen Schulentwicklung vom BLLV zur Grundlage hat, bekräftigte Sebastian Hutzenthaler, der zugleich stellvertretender BLLV-Vorsitzender im Landkreis Landshut ist. Da in Essenbach in dieser Richtung bereits viele Vorarbeiten geleistet wurden, wollen sich die Vertreter der beiden Parteien gemeinsam dafür einsetzen, dass ein solcher Schulversuch dort durchgeführt wird.
Die Kreisvorsitzenden vereinbarten, sich in Zukunft regelmäßig treffen zu wollen. „Die Probleme im Bildungsbereich sind vielfältig und das Ziel muss sein, zusammen mit der Stadt Landshut eine regionale Bildungslandschaft zu gestalten, bei der alle Bildungseinrichtungen von der Kindertagesstätte bis zum Seniorenstudium mit erfasst sind“, meinte abschließend Ruth Müller, auch SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.