MdB Marianne Schieder: Bei Kommunen zu sparen ist genau der falsche Weg
Anlässlich der von Bundesbauminister Peter Ramsauer kürzlich unterzeichneten Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung 2011, wonach der Bund 2011 lediglich 455 Millionen Euro Bundesmittel (statt der ursprünglich vorgesehenen 610 Millionen Euro) zur Verfügung stellt, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder: Die Kürzungen der schwarz-gelben Bundesregierung bei der Städtebauförderung sind ein schwerer Schlag für unsere Kommunen. 2011 stehen für die Städtebauförderung 155 Millionen Euro – also 15% weniger – für ein solch erfolgreiches Instrument der Stadtentwicklung zur Verfügung.
Immerhin haben die Abgeordneten der Regierungsfraktionen gemerkt, dass die ursprünglich geplante Halbierung der Städtebauförderung in ihren eigenen Wahlkreisen auf massive Ablehnung stößt und die geplanten Kürzungen zum Teil wieder zurückgenommen. Allerdings: Kürzung bleibt Kürzung!
Bei den Kommunen zu sparen, ist genau der falsche Weg - schließlich bilden sie das Rückgrat der staatlichen Daseinsvorsorge. Die Programme der Städtebauförderung finanzieren sich selbst, da sie Steuereinnahmen auslösen und Beschäftigung schaffen. Eine Kürzung der Haushaltsmittel für Städtebauförderung ist deshalb wirtschaftlich widersinnig. Das ist ein Armutszeugnis für eine Politik, wie sie den Kommunen von der Bundesregierung, allen voran von Bundesbauminister Peter Ramsauer, eingebrockt wurde.