"Politisches Engagement lohnt sich"

Veröffentlicht am 21.05.2010 in Ortsverein

Jahreshauptversammlung der SPD – Themenvielfalt diskutiert
Konzell: Neben kommunalpolitischen Projekten und Angelegenheiten des Ortsvereines waren bundes- und landespolitische Ereignisse bestimmend auf der Jahreshauptversammlung des SPD-Orsvereines am Sonntag im Gasthaus Streifenau. Die einvernehmliche Zustimmung der Versammelten erntete Ortsvorsitzender Fritz Fuchs in seiner Besorgnis über "die Unfähigkeit der schwarz-gelben Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel". Die Bewältigung der aktuellen Krisensituation der Europäischen Union und auf den Finanzmärkten sei nur mit einer starken und handlungsfähigen Regierung möglich. Stattdessen beschränkten sich CDU/CSU und FDP aber auf interne Querelen und Streit. Problemlösungen liesen in jeder Hinsicht vergeblich auf sich warten. Die Abwahl der schwarz-gelben Regierung in Nordrhein-Westfalen sei deshalb eine angemessene Reaktion der Wählerinnen und Wähler. Davon unabhängig aber müsse die SPD selbst wieder zur alten Stärke finden. Für ausgewogene Entscheidungen zum Wohle der Mehrheit der Menschen sei dies unverzichtbar, so der Versammlungstenor.

Thematisiert wurde auch das Debakel der Bayerischen Landesbank, wo das wirtschafts- und finanzpolitische Versagen der CSU-geführten Staatsregierung Bayerns Bürger teuer zu stehen komme. Den Gemeinden und Landkreisen stünden wegen absebaren Streichungen bei den Staatsmitteln die schweren Zeiten erst bevor. "Österreich erhält ein vergoldetes Straßennetz und wir dafür die Schlaglöcher", brachte es Organisationsleiter Alfons Deser griffig auf den Punkt.

Überleitend zu örtlichen Gegebenheiten erinnerte Fritz Fuchs auf die Wahlversammlung mit Bundestagskandidaten Michael Adam. Diese habe sich auf das Stimmenergebnis der SPD sehr positiv ausgewirkt. Unvergessen sei das unsägliche Nachtreten des CSU-Kandidaten. "Das sich politisches Engagement in jeder Hinsicht lohnt, wird auch im jüngst verabschiedeten Gemeindehaushalt deutlich", so Fritz Fuchs in seiner Funktion als Gemeinderat. Nicht nur sei inzwischen ein Gemeindevorarbeiter für den Bauhof bestellt. Auch die umfassende Sanierung des Rathauses werde in Angriff genommen und die Kinderkrippe als Ausweitung des Kindergartenangebotes werde realisiert. Damit würden "zentrale Anliegen der SPD seit vielen Jahren" jetzt umgesetzt. Überlegungen, die Landjugend zukünftig in einem "Wohncontainer" unterzubringen, bezeichnete Fuchs "höchstens als Übergangslösung in überschaubarem Zeitrahmen" für akzeptabel. Dem Stellenwert der Landjugend müsse der Gemeinderat mit einem angemessenen Raumangebot Rechnung tragen. Zur Kreispolitik sprach sich Kreisrat Fuchs dafür aus, die Abschnitte der Deckensanierung der Kreisstraße zwischen Auggenbach und der B20 so vorzunehmen, dass die Ortsdurchfahrt Gossersdorf im kommenden Jahr erfolge. Wegen der erst abgeschlossenen Kanalarbeiten verspreche nur dieses Vorgehen eine dauerhafte Lösung und gewährleiste ein verantwortungsbewusstes Umgehen mit Steuergeldern.

Kreisrätin Rosi Deser berichtete aus der aktuellen Jugendhilfeausschusssitzung. Erfreut hob sie dabei hervor, wie sich die kontinuierliche Arbeit und die Anträge der SPD-Fraktion im Kreistag niedergeschlagen habe. So sei der Jugendhilfeplan kurz vor der Fertigstellung. Feststehe bereits, dass übergangslos mit der Überarbeitung und Fortschreibung begonnen werde. Mit der Einrichtung der Koordinierten Kinderschutzstelle (KoKi) sei ein wichtiges Netzwerk zum Schutz der Kinder entstanden. "Eine Stelle, die sich ganz der Prävention widmet" so Deser und diese hätte somit eine ganz besondere Bedeutung.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.