Pflichttermin: Gillamoos 2011

Veröffentlicht am 05.09.2011 in Veranstaltungen

"Wir spielen nicht mehr um Platz, jetzt spielen wir um den Sieg"
Kämpferisch und bester Stimmung - der AK Labertal beim Gillamoos in Abensberg

"3000 Besucher und ein bis zum letzten Platz besetztes Zelt", gönnt uns die Süddeutsche dieses Jahr – andere, wie der Münchner Merkur sahen nur ein "halbvolles Zelt" – wo die wohl waren? Auf jeden Fall ist der AK Labertal bestens vertreten. Mitglieder aus Rottenburg, Ergoldsbach, Rohr, Langquaid, Schierling Mallersdorf-Pfaffenberg und Geiselhöring unterstützen die Abensberger, Saaler und Kelheimer.

Ein Jahr nach ihrem comeback ist Johanna Werner-Muggendorfer fast schon wieder die alte. Im für sie typischen Niederbairisch erklärt sie "Der Wind dreht sich, dass spürt man." Und: "Die CSU ist ganz schön gansig geworden." Nicht zuletzt, weil die Jungen aus der SPD – Markus Rinderspacher oder Michael Adam – es ihrer "Jeanne d'Arc" leicht machen, die Führung langsam abzugeben. Doch sie bekommt das Lob gleich zurück und wird als "zukünftige Sozialministerin im Kabinett Ude" gepriesen. Dafür haut sie weiter auf die CSU ein: "Die ist schon arm dran, dass sie selber niemand haben, der heute hier reden kann, da müssen sie schon einen von der CDU einfliegen."

Dann spricht Michael Adam, Bayerns jüngster Bürgermeister aus Bodenmais, Chef der NiederbayernSPD und wohl Landratskandidat in Regen: "So viel Bier kann man gar nicht trinken, um das Debakel von gestern zu vergessen - da tut mir der Lindner schon leid." – ein Seitenhieb auf die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern. "Für die CSU ist Zeit für Urlaub - und das erreicht man durch die Abwahl", so Michael Adam, die Bundeswehrreform kritisiert und die Entwicklung des ländlichen Raums fordert.

Dann: Stürmischer Applaus für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher. " Wir spielen nicht mehr um Platz, jetzt spielen wir um den Sieg , Wir können es schaffen. Wir sind motiviert bis unter die Haarspitzen. Wir wollen einen Regierungswechsel", ruft er den begeisterten GenossInnen zu. Markus Rinderspacher beweist erneut seine Bierzelttauglichkeit und fordert Bildungsgerechtigkeit - dafür stehe die SPD: "Es kann nicht sein, dass nur die Kinder betuchter Eltern studieren können", ruft er.

"Ich will das Christian Ude Ministerpräsident wird", ruft jetzt Markus Rinderspacher dem Publikum zu und das reagiert mit begeisterten Bravo-Rufen. "Der Politikwechsel in Bayern ist möglich. Jetzt geht's los."

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.