Ohrfeige für Niederbayern

Veröffentlicht am 19.01.2011 in Landespolitik

Zum Gutachten des „Zukunftsrates“ der Staatsregierung erklärt der niederbayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold:

Das Gutachten ist eine Ohrfeige für Niederbayern. Die Staatsregierung gibt den ländlichen Raum auf. Sie lässt die Menschen in Niederbayern im Stich. Schwarzgelb kapituliert vor dem Verfassungsauftrag, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Jetzt haben wir schwarz auf weiß, welches Ziel die Staatsregierung schon seit Jahren verfolgt: das ganze Geld in die Großstädte und ein paar Brotkrumen für den ländlichen Raum.

Seehofer & Co. vernichten mit dem Gutachten Arbeitsplätze in Niederbayern. Wir haben leistungsfähige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und erfolgreiche, innovative Firmen in Ostbayern. Für sie alle ist dies ein Schlag ins Gesicht. Der Vorschlag des Zukunftsrates, außerhalb der Leistungszentren und deren Einzugsgebieten Strukturen nicht weiterzuentwickeln und sogar abzubauen, kostet hier Arbeitsplätze. Neue Betriebe werden sich nicht ansiedeln, Firmen werden hier nicht mehr investieren, wenn keine Aussicht mehr auf Förderung und auf Ausbau der Infrastruktur besteht.

Für dieses Pamphlet, das aus den Ostbayern Menschen zweiter Klasse macht, dürfen keine niederbayerischen Steuergelder fließen. Ich fordere die Staatsregierung auf, dieses Gutachten nicht nur einzustampfen sondern auch, keinen Cent Steuergeld dafür zu verschwenden. Seehofer soll diesen Unsinn aus der eigenen Tasche zahlen.

Das Gegenteil muss passieren: Wir müssen gegensteuern und die ländlichen Räume verstärkt fördern, denn nirgends sind die Unterschiede zwischen den Regionen so groß wie in Bayern.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.