Neuwahlen beim OV Geiselhöring

Veröffentlicht am 08.05.2011 in Allgemein

Vor der Traditionsflagge des SPD-Ortsvereins Geiselhöring: v.l. Ralph Neisser, Stadtrat Josef Eisenhut, 3. Bürgermeister Harry Büttner, stellvertretende Vorsitzende Helga Janker, Vorsitzender Johannes Faden, UB-Vorsitzender Heinz Uekermann und Geschäftsführerin der NiederbayernSPD Christine Schrock

SPD will die Zukunft menschlicher und erfolgreicher gestalten
Johannes Faden als Ortsvorsitzender bestätigt – Neumitglied Anja Wessely sorgt für Verjüngung

Die Neuwahlen beim SPD-Ortsverein am vergangenen Freitag in der Pizzeria „Gardasee“ in Geiselhöring brachten eine weitere Verjüngung der Vorstandschaft. Mit Johannes Faden, Helga Janker, Brigitte Wessely, Josef Eisenhut und Anja Wessely wurde vor allem auf die Ausgewogenheit der Geschlechter Wert gelegt und die Führungsmannschaft mit den zusätzlichen Positionen beim Orga-Team und bei den Beisitzern auf eine breitere Basis gestellt. Neben dem Grundsatzreferat des UB-Vorsitzenden Heinz Uekermann zu den aktuellen politischen Gegebenheiten vom Landkreis bis zum Bund, diskutierten die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung u.a. die Folgen der Schließung des Faurecia-Standortes Geiselhöring und stellte den betroffenen Menschen jede mögliche Unterstützung in Aussicht.

Ortsvorsitzender Johannes Faden konnte, neben den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins, den neugewählten Unterbezirksvorsitzenden Heinz Uekermann begrüßen. Der Fraktionsvorsitzende der KreistagsSPD beschwor die für eine soziale Politik nötige Basisarbeit in der SPD und referierte ausführlich über die Folgen der Landespolitik, die immer mehr Aufgaben von oben nach unten delegiert, ohne aber die nötigen Finanzmittel bereit zu stellen. „Es ist absolut unverständlich, dass die CSU-Bürgermeister eine Erhöhung der Kreisumlage bestimmten und damit ihre eigenen Gemeinden in die Verschuldung treiben“, so der SPD-Kommunalpolitiker zur Erhöhung der Kreisumlage vor wenigen Wochen. „Der Kreistag verabschiedete einstimmig eine Petition an die Staatsregierung, die das unverantwortliche Ausbluten der Kommunen beklagte und stimmte dann der Kostenumverteilung von oben nach unten mehrheitlich zu – da fehlte es den CSU-Bürgermeistern einfach an der nötigen Schneid!“.

Freiheit, Gleichheit und Solidarität

Johannes Faden begeisterte die anwesenden SPD-Mitglieder mit einem bebilderten Rechenschaftsbericht zu den ersten beiden Jahren seiner Amtszeit. Die Aktivitäten des Ortsvereins, ebenso wie die Finanzlage – vorgestellt von Kassier Josef Eisenhut – seien vielversprechend und zeugten von einer soliden Arbeit der scheidenden Vorstandschaft, der die Versammlung mit Applaus die Entlastung erteilte. Faden betonte die Ausrichtung seiner Amtsführung auf den Erhalt der sozialdemokratischen Werte – Freiheit, Gleichheit und Solidarität – sowie das Ziel des Ortsvereins durch eine starke SPD die Zukunft Geiselhörings mit neuen Ideen und transparenter Politik menschlicher und erfolgreicher zu gestalten. Faden bedauerte die Irritationen die eine „isolierte Meinung aus Berlin“ im Wertesystem der SPD verursachen konnte und forderte ein konsequentes Einstehen gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit, wie die SPD vor Ort und in der Region dies seit langem tue. Der Ortsvorsitzende forderte aber auch eine konsequente Umsetzung der Ergebnisse der Ortsvereinsbefragung in der SPD ein. „Vorschläge kamen hier von den OVs genug – jetzt gilt es diese umzusetzen!“

Die neue Vorstandschaft: deutlich verjüngt und noch ausgewogener
Deshalb überraschte es nicht, dass Johannes Faden einstimmig als Ortsvorsitzender wiedergewählt wurde. Die beiden Stellvertreter-Posten gingen ebenfalls einstimmig an Helga Janker und Brigitte Wessely. Als Kassier wurde Josef Eisenhut und als Schriftführerin wurde das Neumitglied Anja Wessely – beide einstimmig, wie auch alle weiteren Posten – bestätigt. In Anbetracht der kommenden Wahlen wurde der Posten des Orga-Leiters geteilt und mit Alois Janker und Walter Wirth besetzt. Auch bei den Beisitzern gab es Zuwachs: neben 3. Bürgermeister Harry Büttner und Rainer Pasta wurde Ralph Neisser, Leiter des AWO-Seniorenheims in Geiselhöring, gewählt. Als Revisoren wurden Katharina Eisenhut und Hans Janker bestätigt, als Delegierte für die Kreiskonferenz fungieren für die nächsten 2 Jahre Johannes Faden, Helga Janker und Rainer Pasta, bei der Unterbezirkskonferenz vertritt Johannes Faden den OV Geiselhöring.

Die neue Vorstandschaft setzte sich mit dem Ausbau der sozialen Angebote in Geiselhöring sowie der Mitgliederneuwerbung für die kommenden zwei Jahre hohe Ziele. Gerade die Schließung des Faurecia-Standortes Geiselhöring zeige, so Johannes Faden, dass die wirtschaftliche Entwicklung – trotz aller positiven Signale am Arbeitsmarkt - vor allem für den ländlichen Raum eine dauernde Gefahr darstelle und dies die Entscheidungen der Kommunalpolitik umso mehr gewichte. Die SPD könne zwar nicht die unternehmerischen Entscheidungen beeinflussen, aber die betroffenen Menschen, die neben wirtschaftlichen Einbußen auch persönliche Niederlagen hinnehmen müssten, benötigten jede nur mögliche Unterstützung.

Termine für die Geiselhöringer SPD für den kommenden Sommer: Mit der DGB-Ausstellung „... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir, die vom 16.-27. Mai (Eröffnung 16. Mai, 19.30 Uhr) im katholischen Pfarrheim und dem Historischen Themennachmittag „Der Kleine Widerstand im Labertal“ am 29.Mai greift der OV Geiselhöring die Arbeit der vergangenen Jahre und das Motto “Zivilcourage“ des AK-Labertal auf. Außerdem: 28.8. Sommerfest in Hirschling, 2.9. Teilnahme am Hubert-Wessely-Gedächtnislauf, 10. 9. „Rote Hütte“ bei der Geiselhöringer Lichternacht, 2.10. „Roter Herbst“ mit dem Autor Christian Nürnberger („Mutige Menschen“).

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.