Netzwerkreport Nr. 170

Veröffentlicht am 01.05.2015 in Kreistagsfraktion

In der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 27. April ging es u. a. um Bahnhaltepunkte in Essenbach, die Ehrenamtskarte und Sprachkurse für Asylbewerber

1.) ÖPNV

Öffentlich-rechtlicher Vertrag Verbundkommission

Zur genauen Regelung der Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft, der zeitlichen Dauer, der Projektleitung, der Einrichtung, Zusammensetzung, Aufgaben, Vorsitz, Einberufung und Mitgliederpflichten einer Verbundkommission, der Begleitung durch ein Ingenieurbüro, der Deckung des Finanzbedarfs, der Bildung von Arbeitsgruppen wird dem öffentlich-rechtlichem Vertrag von den Verwaltungen von Stadt und Landkreis Landshut zugestimmt.

Bahnhaltepunkte Markt Essenbach in Mirskofen und Ahrain

Mit Schreiben vom 09.07.2013 wurde bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft im Rahmen einer Weiterentwicklung des SPNV im Nahverkehrsplan 2013 unterstützt von der SPD-Kreistagsfraktion ein Antrag auf Prüfung der Möglichkeiten einer Reaktivierung der beiden Bahnhaltepunkte Mirskofen und Ahrain gestellt. Dieses Anliegen wurde mit Schreiben vom 23.08.2013 von der BEG abgelehnt.

Im Rahmen des gemeinsamen Programms “Stationsoffensive Bayern” zwischen Freistaat Bayern und DB Station&Service AG sollen nun im ersten Schritt 20 neue Bahnhaltepunkte in Bayern in den nächsten acht Jahren gebaut werden. Ein neuer Bahnhaltepunkt soll an der Strecke Landshut-Plattling in Ergolding realisiert werden.

Auf nochmalige Initiative der Landtagsabgeordneten Ruth Müller wurde sowohl im Plenum und zuletzt mit Schreiben vom 19.03.2015 an Herrn Landrat Peter Dreier um Anfrage bzw. Unterstützung zu diesem Thema gebeten. Die Anfrage wurde seitens Staatsminister Joachim Herrmann negativ beantwortet. Seitens der Verwaltung des Landkreises wurde bei der BEG um Auskunft über das Thema gebeten. Mit diversen nicht nachvollziehbaren Begründungen wie z.B. Nichterfüllung erforderliche Kriterien, keine fahrplantechnische Integrationsfähigkeit, kein Fahrgastpotential wurde die Anfrage wiederum negativ beantwortet.

Die SPD-Kreisräte Franz Göbl und Filiz Cetin haben mit Unterstützung des Mirskofener Kreisrates Georg Luginger (FW) dem Gremium erläutert und aufgezeigt, wie wichtig die die Reaktivierung der Bahnhaltepunkte Ahrain und Mirskofen für die Verkehrsentlastung sowie Attraktivität und Mobilität der Marktgemeinde Essenbach und somit für den Landkreis ist. Daraufhin hat der Wirtschaftsausschuss  beschlossen, an diesem Thema dran zu bleiben.

2. Einführung einer Ehrenamtskarte für den Landkreis Landshut

Es werden die Verleihungsvoraussetzungen, Vergünstigungen, Rahmenbedingungen Bayern, Ergebnisse der Studie zur Ehrenamtskarte 2014, Förderung, Kosten, Datenschutz, Gemeinsame Abwicklung mit der Stadt Landshut sowie Abwicklungsmodelle besprochen. Erfreulicherweise wird beschlossen, dass der Landkreis Landshut die Ehrenamtskarte für den Landkreis Landshut zum nächstmöglichen Zeitpunkt einführt.

Entgegen der Annahme von Kreisräten der Jungen Liste, dass dies ihr Erfolg sei, stellt Kreisrat Franz Göbl (SPD) unmissverständlich richtig, dass bereits im Jahre 2012 die SPD-Fraktion im Landkreis einen Antrag zur Einführung einer Ehrenamtskarte im Kreisausschuss gestellt hatte und diese mit den Begründungen “Ehrenamtskarte als zu unbürokratisch, zu teuer und zu ineffizient abgelehnt wurde.

3. Sprach- Bildungs- und Berufsorientierung für Asylbewerber , AMF Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Das Projekt für Sprach-, Bildungs- und Berufsorientierung des Arbeitsmarktfonds richtet sich an Asylbewerber im Alter von 18 bis 35 Jahren. Es umfasst jährlich 3 Kurse für je 25 Teilnehmer und wird dezentral an den Einrichtungen durchgeführt.

Für das Förderprogramm des Arbeitsmarktfonds bewerben sich als Träger das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) mit Beteiligung der Arbeitsagentur Landshut-Pfarrkirchen, den Jobcentern, der Stadt und des Landkreises Landshut. Die Antragstellung sollte zum 30.04.2015 erfolgen. Der Anteil der Co-Finanzierung beträgt insgesamt für Stadt und Landkreis 40.940,74 Euro für den gesamten Zeitraum (Projektzeitraum vom 01.10.2015 bis 30.09.2017). Es gab eine mündliche Zusage der Stadt Landshut zur Beteiligung. Der Kofinanzierungsanteil für den Landkreis Landshut beträgt somit insgesamt rund 20.500,00 Euro.

Da dieses Projekt lediglich 25 von derzeit 1000 Asylbewerben jährlich (Tendenz steigend) gefördert hätte und dies weder dem großen Bedarf an Sprachförderung noch dem Kosten-Leistungs-Verhältnis Rechnung getragen hätte, wurde der Antrag mehrheitlich Abgelehnt und empfohlen, Projekte vorzustellen, die allen Asylbewerben die gleiche Chance geben.

 

 

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.