Netzwerkreport 101

Veröffentlicht am 20.12.2010 in Kreistagsfraktion

Weihnachtsfeier im Foyer des Landratsamts

Bei der letzten Sitzung des Kreistags gab es u. a. Informationen aus dem Kreisjugendamt und zu den Krankenhäusern. Anschließend gab es Fingerfood im Foyer des Sitzungssaals und bei lockeren Gesprächen konnte man von Tisch zu Tisch gehen und sich mit den Kreistags-Kollegen und -Kolleginnen austauschen.

Gar nicht weihnachtlich war die Stimmung beim ersten Tagesordnungspunkt in der letzten Kreistagssitzung des Jahres 2011 am 20. Dezember. Stand doch der Bericht des

Kreisjugendamtes

über die Situation im Landkreis Landshut auf der Tagesordnung. Aktuell hat das Sachgebiet mehr als 3.000 Fälle zu betreuen. Das ist eine gewaltige Zahl, wenn man bedenkt, dass beim Jugendamt nur jene Buben und Mädel ankommen, wo zu Hause irgendwas nicht im Lot ist. Hinzu kommen Angelegenheiten wie Adoptionsvermittlung, Vaterschafts- Sorgerechtssachen ("Wer A sagt, muss auch limente sagen") die Aufsicht über die Kindertagesstätten und die präventive Kinder- und Jugendarbeit.

Bedrückend ist die sprunghaft gestiegene Zahl der so genannten Gefährdungsmeldungen. Sie lag im Jahr 2008 noch bei 29, heuer hatte das Amt bis zum 14. Dezember bereits 66 zu verzeichnen. Und: Nur 30 Prozent aller Hinweise auf die in irgendeiner Weise von Verwahrlosung und/oder Gewalt bedrohten Kinder musste nicht nachgegangen werden.

Also: Nicht nur in den Plattenbau-Siedlungen des Ostens gibt es verdreckte und vermüllte Wohnungen mit unfähigen Eltern und heruntergekommenen Kindern, sondern auch im beschaulichen Landkreis Landshut. Angela Langwieser, die engagierte Sachgebietsleiterin bewies die mit einigen unvorstellbaren Fotos. In solchen Wohnungen braucht sich kein Kind auf das Fest der Liebe zu freuen!

Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich immer für eine sachgerechte Ausstattung des Jugendamtes ausgesprochen. Zum einen ist Prävention die preiswerteste Art der Betreuung im Gegensatz etwa zu einer Heimunterbringung. Und zum anderen ist oftmals höchste Gefahr für Leib und Leben der Kinder im Verzug.

Denkt bitte daran, wenn wieder einmal an den Stammtischen das Hohe Lied des Bürokratieabbaues gesungen wird. Stirbt nämlich mal wieder ein so hilfloses Wesen unterernährt in seinem eigenen Dreck, schreien nämlich die selben Leute, die zuvor am liebsten alle Stellen in den Ämtern gestrichen hätten: "Wo waren die Versager des öffentlichen Dienstes?"

Danach brauchen wir dann aber wieder Aufbauendes. Das kam dann auch prompt im nichtöffentlichen Teil (und deshalb stehen hier auch keine Zahlen). Aber tendenziell hat sich die finanzielle Situation unserer drei

Kreiskrankenhäuser

im Jahr 2009 weiter verbessert. Und was noch erfreulicher ist: Die Hochrechnung für 2010 (die schon sehr genau ist) sieht ein noch geringeres Defizit vor. Trotzdem muss gerade diesem Bereich weitere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Denn die Konkurrenz schläft nicht und die Bocksprünge der stattlichen Gesundheitspolitik gehen auch im Krankenhausbereich meist zu Lasten der Kommunen.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.