Netzausbau Oberpfalz. MdBs Marianne Schieder und Uli Grötsch: „Für Eifeltürme können wir vorort nicht werben!“

Veröffentlicht am 03.07.2015 in Presse

In einem dringenden Schreiben wenden sich die Oberpfälzer SPD-Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder und Uli Grötsch heute an Wirtschaftsminister Gabriel:

„Sehr geehrter Herr Minister, lieber Sigmar,

noch einmal vielen Dank für das gute und informative Gespräch gestern.

Der Ostbayernring, eine 380/220-kV-Wechselstromleitung, die nun auch als Gleich­stromtrasse vorgesehen ist, durchzieht unsere Wahlkreise. Daher müssen wir natürlich vor Ort den Bürgerinnen und Bürgern erklären können, was sich dort jetzt verändern wird.

Im Moment plant TenneT die Ertüchtigung dieser Trasse und eine Umstellung auf eine 2 x 380 kV Leitung. Es hat in den letzten Wochen eine umfangreiche Bürger­beteiligung stattgefunden, die am Dienstag mit einer großen Veranstaltung in Schwandorf endete. Weil wir MdBs daran wegen der Sitzungswoche nicht teil­nehmen konnten, hat TenneT heute hier in Berlin zu einem parlamentarischen Frühstück geladen. Neben einer Reihe von CSU Mandatsträgern aus der Oberpfalz habe auch ich (Marianne Schieder) teilgenommen.

Wieder hat TenneT auf die Frage, ob denn auf den gleichen Masten Wechsel- und Gleichstrom transportiert werden können, geantwortet, dass dies aus Gründen der Systemführung und der Akzeptanz in der Bevölkerung nicht möglich sei. Es sei die Systemsicherheit gefährdet und die Masten würden eine unglaubliche Größe und Höhe erreichen. Es fiel sogar der Vergleich mit dem Eifelturm.

Wir sind keine Stromtrassengegner, im Gegenteil, wir haben uns immer und überall zu den Plänen der Bundesregierung bekannt und es als unverantwortlich bezeichnet, wie die Bayerische Staatsregierung populistisch versucht sich aus ihrer Verant­wortung zu stehlen.

Aber für Eifeltürme können wir vor Ort nicht werben!

Wir wüssten jetzt gern, was tatsächlich technisch möglich ist und wie diese Stromtrasse vor Ort aussehen wird. Zudem stellt sich die Frage, wo eine Erdverkabelung möglich ist, denn unter dem bestehenden Ostbayernring verläuft eine große Gasleitung.

Sehr geehrter Herr Minister, lieber Sigmar, ganz herzlich möchten wir Dich bitten uns diese Fragen zeitnah zu beantworten, denn davon hängt in der Tat die Akzeptanz der getroffenen Entscheidungen in unserer Bevölkerung ab.

Mit freundlichen Grüßen

Marianne Schieder, MdB und Uli Grötsch, MdB“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.