Nachwahl auch Thema beim Frauenfrühstück der SPD

Veröffentlicht am 24.01.2015 in Kreisvorstand

v.l. Renate Rückert, Claudia Ebner, Martin Kreutz, Eva Geisperger, 0plus Vors. Irene Ilgmeier, Beate Seitz-Weinzierl

Scheibelsgrub: Die Nachwahlen im Landkreis waren auch das beherrschende Thema beim Frauenfrühstück am Samstag im Gasthof Gürster in Scheibelsgrub. Gut 30 Frauen waren der Einladung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) gefolgt und diskutierten im Beisein von Kreisvorsitzendem Martin Kreutz, 3. Bürgermeister des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg, eingehend die Ursache dieser Nachwahl am kommenden Sonntag.  'Besonders bedauerlich finde ich es, dass offenbar ausgerechnet einen Frau die Verursacherin war, wo doch ohnehin viel zu wenig Frauen in der Politik sind' so AsF Vorsitzende Claudia Ebner, Stadträtin in Bogen und selbst Kreistagskandidatin. Die Spitzenkandidatin der SPD, Karin Peintinger, stellv. Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ging hart mit dem Umgang der CSU mit dem Thema Wahlfälschung ins Gericht. 'Es kann doch nicht sein, dass alles versucht wurde, um eine Nachwahl im ganzen Kreis zu verhindern, auch die Beugung des selbst mitbeschlossene Wahlgesetzes wäre dafür in Kauf genommen worden'. 

60plus Vorsitzende Irene Ilgmeier rief dazu auf, unbedingt zur Wahl zu gehen, um einen demokratisch legitimierten Kreistag zu gewährleisten. 'Dazu ist eine hohe Wahlbeteiligung im gesamten Landkreis unbedingt erforderlich. Denn sonst wird die Verteilung der Mandate nur von Geiselhöring bestimmt, wo ja auch der Bürgermeister und der Stadtrat neu gewählt werden muss, und daher dort eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten ist'. Martin Kreutz stellte seine Hoffnung dar, dass die neue Sitzverteilung im Kreistag endlich mit dem Diktat der Mehrheitspartei breche und Entscheidungen zukünftig nicht mehr nach dem Parteibuch getroffen würden, sondern ausschließlich zum Wohle des Landkreises und seiner Bürgerinnen und Bürger. 'Dabei ist es gut, wenn jeder Kreisrat nach seiner eigenen Überzeugung abstimmen kann und sich nicht einem Fraktionszwang unterwerfen oder sich nach Weisungen aus München richten muss'.

 

Im weiteren Verlauf diskutierten die Anwesenden die notwendigen politischen Maßnahmen für die kommenden Jahre, wie z.B. bezahlbaren Wohnraum, den Ausbau des ÖPNV, ein Breitbandnetz, das weitere Gewerbe-Ansiedlungen ermöglicht, damit unsere Arbeitnehmrinnen und Arbeitnehmer wohnortnahe Arbeitsplätze finden und nicht stundenlanges Pendeln in Kauf nehmen oder gleich ganz fortziehen müssen. Das sei allein schon deshalb zwingend notwendig, um einer Vergreisung des ländlichen Raums entgegenzuwirken.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.