Mit dem OV Geiselhöring ins Jahr 2010

Veröffentlicht am 20.12.2009 in Veranstaltungen

Starten durch ins Jahr 2010: 1. Vorsitzender, Johannes Faden (Mitte), mit den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Geiselhöring: v.l.: Rainer Pasta, Helga und Alois Janker, Josef und Tanja Bergbauer, Walter Wirth, Heinz Weidke und 1. Vorsitzender des OV Hainsbach: Franz Bayer

Die Geiselhöringer SPD hat sich für 2010 viel vorgenommen
Ortsverein und Arbeitskreis Labertal vertreten sozialdemokratische Positionen in der Region

Geiselhöring (pas): Mit den „Bildern 2009“ warfen die Mitglieder des SPD Ortsvereins Geiselhöring einen Blick zurück auf das vergangene Jahr und stimmten sich beim traditionellen „Platzerl-Stammtisch“ in der Pizzeria Gardasee auf die kommenden Aufgaben ein. „War das Jahr 2009 wegen der Europa- und Bundestagswahl vor allem wahlkämpferisch geprägt, so wird sich die Geiselhöringer SPD 2010 intensiv mit kommunalpolitischen Themen befassen“, gab 1. Vorsitzender Johannes Faden die Marschrichtung für die kommenden Monate vor.

„Wie die Bilder-Show zeigt, hat der Ortsverein ein breites Themenspektrum im Jahre 2009 abgearbeitet“, so Schriftführer Rainer Pasta, der die Präsentation moderierte. „ Neben den Wahlkampfeinsätzen und politischen Themen hatte der Ortsverein auch reichlich Gelegenheit, die Gemütlichkeit zu pflegen.“, so Pasta weiter. Neben dem jährlich stattfindenden Sommerfest und den „Hochzeitsfeierlichkeiten“ um1. Vorsitzenden Johannes Faden sowie der „Nachfeier“ zur Eheschließung des 2. Vorsitzenden Josef Bergbauer seien die regelmäßigen SPD-Stammtische gern genutzte Gelegenheiten gewesen, das „Zwischenmenschliche“ zu pflegen, stellte Rainer Pasta zufrieden fest. „Auch die vielen Aktionen des SPD-Arbeitskreises Labertal, an denen sich der Ortsverein Geiselhöring rege beteiligte, haben das Vereinsleben 2009 bereichert und zur Schärfung des politischen Profils der Sozialdemokraten in Geiselhöring beigetragen.“ Besonders die Wanderausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ stellte Pasta heraus. „Mit dieser Wanderausstellung quer durch die Region haben wir als Arbeitskreis Labertal unser ‚Gesellenstück’ gemacht. Nicht nur die Friedrich-Ebert-Stiftung hat uns zur reibungslosen Durchführung gratuliert, sondern auch viele Nachbarregionen schauen interessiert und neidisch auf unseren Arbeitskreis – von den politischen ‚Mitbewerbern’ ganz zu schwiegen.“

„Neben den Weichenstellungen zum Europäischen Pilgerweg VIA NOVA und der PilgerregionLabertal wird sich der Ortsverein vor allem mit den Planungen des neuen Kindergartens und den sozialen Themen in Geiselhöring beschäftigen. „Der Förderverein für die schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen in Geiselhöring werden wir weiter propagieren“, so Johannes Faden in seinem Ausblick auf das Jahr 2010. „Doch am Anfang stehen die Haushaltsberatungen, bei denen die SPD sehr genau auf die soziale Ausgewogenheit der Stadtentwicklung achten wird. Auch die Neupositionierung der Wirtschaftsförderung liegt der Geiselhöringer SPD am Herzen.“ Dass es sich lohnt, für seine politischen Ziele und gesellschaftlichen Anliegen zu kämpfen, beweist der heute in der Zeitung ausgeschriebene Posten des Streetworkers, den sich die drei Labertalgemeinden teilen wollen. „Ohne die SPD, wäre diese Betreuungsmöglichkeit für unsere Jugendlichen in der Region nie zustande gekommen“, stellt Rainer Pasta, der zusammen mit anderen im WIR-IM-LABERTAl-Arbeitskreis schon 2008 diese Entwicklung auf den Weg gebracht hat, fest,.

Auch im AK Labertal wird sich der Ortsverein Geiselhöring weiter engagieren. Für die 2010 geplanten ‚Historischen Themennachmittage’, die die Geschichte im Labertal unter sozialdemokratischen Aspekten betrachten sollen, wird Geiselhöring das Thema „150 Ostbahn“ aufnehmen. Auf Anregung von Franz Bayer sollte in diesem Zusammenhang auch über den SPD-Abgeordneten Simon Vogl aus Greißing nachrecherchiert werden. „Gerade mit ‚65 Jahre Kriegsende’ wird 2010 ein Jahr mit vielen Feierstunden werden“, stellte AK-Sprecher Rainer Pasta fest. „Der AK Labertal wird sich hierzu mit den Todesmärschen und Arbeitslagern im Labertal beschäftigen und – zusammen mit den evangelischen Kirchengemeinden im Labertal - eine Wanderausstellung zu Dietrich Bonhoefffer organisieren. Die Auftaktveranstaltung hierzu wird am 17. Mai in Geiselhöring stattfinden.“ Veranlasst durch die Ergebnisse der Volksabstimmung in der Schweiz sieht der AK die Notwendigkeit, sich mit dem Islam in der Region zu befassen. „Man kann davon ausgehen, dass die Abstimmung bei uns ein ähnliches Ergebnis gebracht hätte. Da vor allem die ländliche Bevölkerung, die sehr wenig direkten Kontakt mit islamischen Mitbürgern hat, sich durch den Bau von Gebetshäusern und Moscheen bedroht fühlt, muss hier ein Dialog in Gang gesetzt werden. Gute Kontakte mit der Islamischen Gemeinde pflegt die SPD in Neufahrn, hier wird sich der AK Labertal einbinden“, stellte Pasta in Aussicht. Mit einem Rhetorik-Seminar für Kommunalpolitiker oder einer Info-Veranstaltung zum Thema Europapolitik sollen sich die Mitglieder der AK-Ortsvereine weiterbilden können.

Am 29. Dezember fährt der SPD-OV Geiselhöring zum Jahresabschluss des Kreisverbandes nach Gossersdorf und am 6. Januar zum traditionellen Labertaler Drei-Königs-Treffen mit dem Europaabgeordneten Ismail Ertug nach Schierling. Am 24.Januar findet der erste ‚Historische Themennachmittag’ ebenfalls in Schierling zum Thema die ‚Schierlinger Muna’ statt. Mitglieder der SPD aber auch die interessierte Bürgerschaft sind hierzu herzlichst eingeladen.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.