Menschenrechte im Fokus

Veröffentlicht am 26.07.2013 in MdB und MdL

Menschenrechte im Fokus (von links): Landrat Volker Liedtke, SPD-Kreisvorsitzende Evi Thanheiser, MdB Angelika Graf, MdB Marianne Schieder, Hugo Braun-Meierhöfer, ai-Bezirkssprecher und Barbara Beck, Sprecherin der ai-Gruppe Schwandorf (Foto: privat)

MdB Marianne Schieder und MdB Angelika Graf im Gespräch mit Vertretern von Amnesty International

Die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor fast 65 Jahren war ein Signal der Hoffnung. Aber auch heute noch, 65 Jahre später, sind die Menschenrechte für viele Millionen ein uneingelöstes Versprechen. In vielen Staaten der Welt gehören schwere Menschenrechtsverletzungen zum traurigen Alltag. Kriege und Bürgerkriege zerreißen die Gesellschaften. Eine Viertelmillion Kindersoldaten gibt es, vor allem in Afrika - im Tschad, in Uganda, im Kongo - Kinder, die entführt und erpresst von bewaffneten Banden in grauenhafte Gewalt gezwungen werden.

Um diese Thematik ging es bei einem Treffen mit Vertretern der Schwandorfer Kreisgruppe von amnesty international am vergangenen Donnerstag (18.07.2103) in der SPD-Geschäftsstelle Schwandorf. Initiiert hatte das Gespräch die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder. Eingeladen dazu hatte sie die stellvertretende menschenrechtspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, MdB Angelika Graf aus Rosenheim. Die Abgeordnete begrüßte insbesondere die Sprecherin der ai-Gruppe Schwandorf, Barbara Beck, und Hugo Braun-Meierhöfer, den ai-Bezirkssprecher Oberpfalz, sowie Landrat Volker Liedtke und die SPD-Kreisvorsitzende Evi Thanheiser.

Ein großes Lob richtete MdB Marianne Schieder an die Aktiven von amnesty international. Die Organisation, bei der sie selbst Mitglied sei, sei eine der machtvollsten Stimmen für Menschenrechte in der Welt. Sie stehe für die Universalität der Menschenrechte. Die Zeit und Kraft, die die Aktiven investierten, „helfen, dass die Welt humaner wird“.

Die beiden ai-Sprecher erörterten den Forderungskatalog von amnesty international zur Bundestagswahl, der die künftige Bundesregierung und alle Bundestagsabgeordneten auffordere, die weltweite Durchsetzung der Menschenrechte zu einer zentralen Aufgabe ihres politischen Wirkens zu machen. Unter anderem wird darin der Stopp von Rüstungsexporten an Menschenrechtsverletzer gefordert und er beinhaltet den Schutz von Flüchtlingen, ein absolutes Folterverbot, sowie Sicherheit von Frauen und Kindern.

Ich kann viele dieser Forderungen unterschreiben“, erklärte MdB Angelika Graf. Ihr liegen vor allem die Frauenrechte in der Türkei und Ländern wie Pakistan, Indien, Sri Lanka und Bangladesch am Herzen. Sie habe mehrmals Afghanistan besucht. Dort habe es einige Fortschritte für die Frauen gegeben. Langfristig sei ohne Menschenrechte und Frauenrechte in Afghanistan keine Stabilität möglich. Ende Juli werde der Menschenrechtsausschuss in das türkisch-syrische Grenzgebiet reisen, informierte Angelika Graf. Die EU müsse hier wesentlich mehr tun.

Einigkeit bestand in der Runde darüber, dass sich die Europäische Union in Menschenrechtsfragen an die eigene Nase fassen müsse. An den Außengrenzen der EU würden zuweilen die essentiellen Rechte von Flüchtlingen mit Füßen getreten. Und innerhalb Europas würden Angehörige der Roma, der größten europäischen Minderheit, in vielen Staaten diskriminiert.

Außen- und Entwicklungspolitik dürfe nicht in erster Linie der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen sein. Die EU müsse entschlossen gegen diese Menschenrechtsverletzungen innerhalb der EU-Staaten selbst vorgehen - auch damit sie glaubwürdig für Menschenrechte in anderen Staaten eintreten könne.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.