MdL Reinhold Perlak eröffnet die Bonhoeffer-Ausstellung in Geiselhöring

Veröffentlicht am 20.05.2010 in Veranstaltungen

Nach der Eröffnung der Bonhoeffer-Wochen in der Kreuzkirche in Geiselhöring lud der AK Labertal und die evang. Kirchengemeinde zur Vernissage in den Gemeindesaal. Auf 13 Schautafeln wird das Leben und Wirken des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer dargestellt. Die anschaulichen, reich bebilderten Präsentationen befassen sich – jede für sich – mit einem Lebensabschnitt Bonhoeffers.

MdL Reinhold Perlak rief in seiner Ansprache dazu auf, für die demokratische Grundordnung und den Frieden sich so einzusetzen, wie dies Dietrich Bonhoeffer getan hat. „Die Ausstellung soll einen Dialog in Gang setzen, damit rechtes Gedankengut keine Chance haben kann. Es würde mich freuen, wenn gerade die Schulen von dieser Ausstellung, die in den kommenden Wochen durch die Region wandert, regen Gebrauch machen würden. Ein Großteil unserer Gesellschaft - vor allem die Jugend - hat keine eigene Erfahrungen, wie es ist, in einer Diktatur zu leben. Für sie und für uns alle kann die Person Dietrich Bonhoeffer ein Beispiel geben. Diese Ausstellung ist ein guter und wichtiger Weg, diese Problematik zu veranschaulichen“, so der Straubinger Landtagsabgeordnete.

Reinhold Perlak bedankte sich bei Ruth Müller und Rainer Pasta für die Organisation und beim SPD-AK Labertal für die Initiative zu dieser Ausstellung. Perlak drückte seine Freude darüber aus, dass es zu dieser Kooperation mit der Ev. Kirche in der Region gekommen sei, die die Verbundenheit zwischen SPD und Ev. Kirche zeige.

Rainer Pasta, Sprecher des AK Labertal bedankte sich anschließend bei den beiden Referenten. „Bei Dekan a.D. Walter Schmid war es ja einfach das passende Geschenk zu finden. Wie wir in Erfahrung gebracht haben, ist er einem guten Tropfen Bier nicht abgeneigt. Deshalb haben wir Ihnen, Herr Dekan Schmid, ein ‚Labertaler Tragerl’ mit Geiselhöringer Bierspezialitäten zusammengestellt“, so Rainer Pasta.

Pasta: „Bei Natascha Kohnen war das schon schwieriger, denn Biertrinkerin ist sie nicht und der in der Region wachsende Rotwein hat bestenfalls ‚Messwein-Qualität’. Doch das Labertal hat für Dich, liebe Natascha, etwas besonderes zu bieten: Unser Labertaler Vollmondwasser! Wie es heißt, hat es auf jeden eine andere Wirkung, und wir werden die nächsten Tage ganz genau beobachten, welche Wirkung es auf dich hat. Wenn es dir gut tut, kannst du jeder Zeit wieder ins Labertal kommen und wir füllen dir dein ‚Labertaler Tragerl’ mit Vollmondwasser wieder auf“.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.