Markenkern-Themen der SPD wieder besetzen

Veröffentlicht am 29.06.2011 in Allgemein

Anträge der SPD Niederbayern werden auf dem Landesparteitag behandelt

Über 400 Seiten stark ist das Antragsbuch zum 62. ordentlichen Landesparteitag der bayerischen SPD. Die Leib- und Magenthemen der bayerischen SPD finden sich in den Bereichen „Arbeit und Wirtschaft“ und „Sozialpolitik“ wieder. Mit zwei Anträgen zur „Altersarmut“ und zum Bereich „Flexibler Übergang in den Ruhestand“ hat auch die SPD Niederbayern inhaltliche Schwerpunkte für den Landesparteitag gegeben.
Der SPD Niederbayern ist es wichtig, nach den Jahren der großen Koalition, in denen man manche Kompromisse eingehen musste, wieder die klassischen Politikfelder Arbeit, Soziales und Rentenpolitik glaubwürdig zu besetzen. Mit zwei Anträgen hat sich hier auch die SPD Niederbayern eingebracht: So werden „Flexible Übergänge in den Ruhestand statt Rente mit 67“ gefordert, damit das reale Renteneintrittsalter weiter ansteigen kann, um das Erfahrungswissen oder Qualitätsbewusstsein der älteren Arbeitnehmer als Faktoren für wirtschaftlichen Erfolg zu sichern.

Beim Antrag „Altersarmut verhindern – damit der Generationenvertrag Zukunft hat“ geht es u. a. darum, Menschen mit unterbrochener Erwerbsbiographien, sei es durch Arbeitslosigkeit, durch Niedriglohnarbeit oder schlecht bezahlte Praktikas vor Altersarmut zu bewahren. Eine sozial orientiere Arbeits- und Beschäftigungspolitik mit Begrenzung der Leiharbeit und der Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns wird „gute Arbeit“ wieder möglich.
Neben den vielen Antragsberatungen steht auch die Wahl des Landesvorstands auf der Tagesordnung.

Der Niederbayer Florian Pronold, der vor zwei Jahren erstmals zum Landesvorsitzenden gewählt wurde, wird erneut für den Vorsitz kandidieren und von den Delegierten der SPD Niederbayern unterstützt. Auch der Bezirksvorsitzende der SPD Niederbayern, Michael Adam aus Bodenmais will erneut in den Landesvorstand gewählt werden.

Gespannt sind die niederbayerischen Genossen auf das Treffen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Nils Schmid aus Baden-Württemberg. Schmid und Pronold wollen die „Südschiene“ unter den Sozialdemokraten stärken und intensivieren. Ziel der bayerischen SPD ist es, den in Baden-Württemberg eingeläuteten „Politikwechsel im Süden“ bei der Landtagswahl 2013 auch in Bayern umzusetzen und stärkste politische Kraft zu werden. Auch deshalb will man schon jetzt mit den Nachbarbundesländern einen guten Kontakt pflegen, um gemeinsame Interessen durchzusetzen.

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.