Labertal-SPD startet mit dem traditionellen Drei-Königs-Treffen ins Jahr 2010

Veröffentlicht am 15.12.2009 in Regionalpolitik

Werden weiter gegen Rechtsradikalismus in der Region Stellung beziehen: Die Mitglieder des SPD-AK Labertal

Ziel des AK Labertal: „Sozialdemokratische Positionen in der Region vertreten und gesellschaftspolitische Akzente setzen“

Ein breites Themenspektrum hat der SPD-Arbeitskreis Labertal in seiner letzen Sitzung des Jahres für 2010 erarbeitet. Neben dem obligatorischen Jahresrückblick verständigten sich die Mitglieder des AK auf die Programmschwerpunkte des kommenden Jahres. Für den SPD- OV Geiselhöring haben OV-Vorsitzender Johannes Faden und AK-Sprecher Rainer Pasta die Veranstaltung begleitet. Der Pilgerweg VIA NOVA und die PilgerregionLabertal wurden von der Geiselhöringer SPD auch für 2010 auf die Agenda gesetzt. Mit der Bürgerinitiative ‚Bahn - einfach menschlicher’ und dem ‚historischen Bahnhof Geiselhöring’ der für einen ‚Historischen Themennachmittag’ aufbereitet werden soll beteiligt sich der SPD-Ortsverein an den Aktivitäten des AK. Die Notwendigkeit, sich mit dem Islam in der Region zu befassen, betrifft auch Geiselhöring. „Da vor allem die ländliche Bevölkerung, die sehr wenig direkten Kontakt mit islamischen Mitbürgern hat, sich durch den Bau von Gebetshäusern und Moscheen bedroht fühlt, muss hier ein Dialog in Gang gesetzt werden. Gute Kontakte mit der Islamischen Gemeinde pflegt die SPD in Neufahrn, hier wird sich der AK Labertal einbinden“, so Rainer Pasta.

Georg Riedl, Ortsvorsitzender der SPD in Rohr, begrüßte die AK-Mitglieder, die aus Pfeffenhausen, Langquaid, Schierling, Mallersdorf-Pfaffenberg, Geiselhöring und Aufhausen nach Rohr gekommen sind – die Ortsvereine aus Rottenburg, Neufahrn und Ergoldsbach waren entschuldigt. Riedl bedankte sich für die Organisation der Wanderausstellung und freute sich über die gute Presseberichterstattung, die diese Ausstellung durch das Labertal begleitete.

Trotz vielfacher Termine im Vorfeld der Feiertage und des Jahreswechsels war es den Mitgliedern des SPD-AK Labertal ein Bedürfnis, sich zu einer letzten Sitzung im Jahr 2009 zu treffen. Als Veranstaltungsort wählte man dieses Mal den Markt Rohr aus, da gerade Rohr bis zu diesem Wochenende der letzte der fünf Standorte der Wanderausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ war. „Mit dieser Wanderausstellung quer durch die Region haben wir unser ‚Gesellenstück’ gemacht“, so die Landshuter Kreisvorsitzende und Ortsvorsitzende aus Pfeffenhausen, Ruth Müller. Nicht nur die Friedrich-Ebert-Stiftung hat uns zur reibungslosen Durchführung gratuliert, sondern auch Nachbarregionen schauen interessiert und neidisch auf unseren Arbeitskreis – von den politischen ‚Mitbewerbern’ ganz zu schwiegen.“ Ganz besonders hervorheben konnte Ruth Müller die vielfache Präsenz politischer Mandatsträger im SPD-Arbeitskreis.

Rainer Pasta, Sprecher des Arbeitskreises, konnte berichten, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung die Ausstellung ‚Rechtsradikalismus in Bayern’ auch für 2010 für das Labertal reserviert hat. „Nach Pfingsten können wir wiederum in vier Gemeinden diese interessante Ausstellung zeigen – Bewerber haben wir genug“, so Pasta. Auch der Sprecher des Arbeitskreises freute sich über die vielfältigen Aktionen im vergangenen Jahr und zeigte sich überzeugt, dass der AK 2010 mit interessanten Themen sozialdemokratische Positionen in der Region vertreten wird und gesellschaftspolitische Akzente setzen kann. „Wer sich aktuell informieren will, der ist herzlich eingeladen im AK mitzumachen – mehr dazu auf unserer Homepage www.SPD-Labertal.de“

In der anschließenden Diskussionsrunde brachten die anwesenden Ortsvereine vielfältige Ideen für das Programm 2010 ein. Neben den Weichenstellungen zum Europäischen Pilgerweg VIA NOVA und der PilgerregionLabertal kristallisierten sich mehrere Themenschwerpunkte heraus. Angeregt durch den OV Schierling wird mit ‚Historischen Themennachmittagen’ die Geschichte im Labertal unter sozialdemokratischen Aspekten betrachtet. „Gerade mit ‚65 Jahre Kriegsende’ wird 2010 ein Jahr mit vielen Feierstunden werden. Wir als Sozialdemokraten sollten hier einen Blick auf weniger populäre Themen werfen“, so Armin Buchner vom OV. Schierling. Die Muna-Schierling, die Todesmärsche durch das Labertal, die Arbeitslager in der Region oder die Namen Bonhoefffer und Mannheimer werden hier eine Rolle spielen.

Veranlasst durch die Ergebnisse der Volksabstimmung in der Schweiz sieht AK-Sprecher Rainer Pasta die Notwendigkeit, sich mit dem Islam in der Region zu befassen. „Man kann davon ausgehen, dass die Abstimmung bei uns ein ähnliches Ergebnis gebracht hätte. Da vor allem die ländliche Bevölkerung, die sehr wenig direkten Kontakt mit islamischen Mitbürgern hat, sich durch den Bau von Gebetshäusern und Moscheen bedroht fühlt, muss hier ein Dialog in Gang gesetzt werden. Gute Kontakte mit der Islamischen Gemeinde pflegt die SPD in Neufahrn, hier wird sich der AK Labertal einbinden.“

Die Verkehrsinfrastruktur – immer ein heißes Thema im Labertal
Ein weiterer Themenschwerpunkt wird die Bahn in der Region. Als Unterstützung für die von MdL Reinhold Perlak gegründete Bürgerinitiative „Bahn – einfach menschlicher“ wird der AK die aktuelle Situation in der Region betrachten. Der ‚historische Bahnhof Geiselhöring’ wird, so Rainer Pasta vom OV Geiselhöring, für einen ‚Historischen Themennachmittag’ aufbereitet werden. Mit den ‚Brüdern Gandorfer’ reiht sich der OV Mallersdorf-Pfaffenberg in den historischen Kontext ein.

Doch auch die unverständliche Umgehungsstraßenpolitik der Staatsregierung wird den AK beschäftigen. „Allein um den Mautflüchtlingen Ausweichstrecken durch die Region Labertal zu bieten, werden wir unsere Heimat nicht zerstören lassen“, erklärt der Aufhausener OV-Vorsitzende Hubert Wittmann. Die traditionellen SPD-Veranstaltungen im Jahresverlauf, vor allem die Volksfeste in Aufhausen und Mallersdorf-Pfaffenberg, aber auch der Landesparteitag der SPD am 17. Juli in Landshut werden vom AK Labertal begleitet. Doch auch in eigener Sache will der Arbeitskreis dieses Jahr aktiv werden. Mit einem Rhetorik-Seminar für Kommunalpolitiker oder einer Info-Veranstaltung zum Thema Europapolitik sollen die Mitglieder der Ortsvereine sich weiterbilden können.

Auch die ersten Termine für das kommende Jahr konnten festgelegt werden: So lädt der OV Schierling am 6. Januar zum traditionellen Labertaler Drei-Königs-Treffen mit dem Europaabgeordneten Ismail Ertug ein. Am 24.Januar wird der erste ‚Historische Themennachmittag’ ebenfalls in Schierling zum Thema die ‚Schierlinger Muna’ stattfinden. Mitglieder der SPD aber auch die interessierte Bürgerschaft sind hierzu herzleicht eingeladen.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.