Krisenländer nicht kaputt sparen

Veröffentlicht am 15.05.2011 in Wirtschaft

MdB Werner Schieder

MdL Werner Schieder: Euro-Krisenländer vor Spekulanten schützen

Der Bundestagsabgeordnete und europapolitische Sprecher der
SPD-Landesgruppe Bayern, Werner Schieder kritisiert anlässlich der Plenardebatte im Deutschen Bundestag über den Antrag Portugals auf Finanzhilfen im Rahmen eines Rettungspakets die Krisenstategie der Bundesregierung. "Die Krisenländer müssen zwar sparen, aber sie brauchen auch Wachstumsimpulse. Denn nur mehr Wachstum ermöglicht Schuldenabbau", so Werner Schieder.

In einer Mitteilung betont der Abgeordnete: „Der Antrag Portugals auf Finanzhilfen aus dem europäischen Rettungsschirm und die verschlechterte Lage in Griechenland sind Warnsignale, dass die Krise in der Europäischen Union keinesfalls überwunden ist. Im Gegenteil: Trotz Antikrisenpolitik hat sich seit einem Jahr die Lage in der Eurozone nicht verbessert, sondern weiter zugespitzt: Die Krisenländer befinden sich in einer wirtschaftlichen und sozialen Abwärtsspirale, ihre Schuldenquoten steigen.

Eine Ursache dafür sind die drakonischen Sparmaßnahmen, die den
Krisenländern aufgebürdet werden: massive Kürzungen bei Staats- und Sozialausgaben und ebenso drastische Lohnkürzungen zwingen Griechenland und Irland in schwere Rezessionen und treiben die Staatsschuldenquote nach oben. Schon jetzt ist absehbar, dass auch Portugal mit dem vereinbarten Sparprogramm eine ähnliche Entwicklung droht. Eine zusätzliche Last zugemutet wird den Krisenländern mit viel zu hohen Zinssätzen für die EU-Hilfen: Sie bestrafen diejenigen, die ohnehin schon am Boden liegen.

Die eigentliche Verantwortung für diese Zuspitzung der Krise trägt die
Bundesregierung, allen voran Kanzlerin Merkel: Sie hat die
entscheidenden Weichen falsch gestellt, ihre Strategie ist krachend
gescheitert.

Die Krisenländer müssen zwar sparen, aber sie brauchen auch
Wachstumsimpulse. Denn nur mehr Wachstum ermöglicht Schuldenabbau! Notwendig ist des weiteren eine überzeugende Garantie der Eurozone für die Krisenländer, am besten durch Eurobonds, um die Länder vor den Spekulationen der Finanzmärkte zu schützen.

Keine Lösung sind Gläubigerbeteiligungen und Umschuldungen. Das hätte dramatische Folgen und würde die Spekulation weiter anheizen. Ganz verheerend wären die Auswirkungen eines Ausstiegs etwa Griechenlands aus der Eurozone: Staats- und Bankenpleite, Zusammenbruch der Wirtschaft, sprunghafter Anstieg der ohnehin hohen Arbeitslosigkeit, Kapitalflucht und ein Dominoeffekt, der die ganze Eurozone erfassen könnte. Diese „Scheinlösungen“ kämen Deutschland teuer zu stehen.

Noch ist Zeit, das Ruder herumzureißen, nicht erst wieder 5 vor 12, wie bei Griechenland!“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.