Krankenhäuser in öffentlicher Hand

Veröffentlicht am 16.10.2009 in Kreistagsfraktion

Die Kreistagsfraktion der SPD steht sowohl vor als auch hinter den Kreiskliniken in kommunaler Hand

SPD-Kreistagsfraktion fordert bessere Zusammenarbeit und mehr Angebote

Zwei Bedingungen sind für die Sozialdemokraten im Kreistag von Landshut nicht verhandelbar: Die stationäre Krankenversorgung müsse als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge im ländlichen Raum dauerhaft in kommunaler Hand bleiben und die dringend notwendigen Verhandlungen mit dem Klinikum auf Augenhöhe erfolgen. So fasste die Vorsitzende der SPD-Fraktion ihre Forderungen in der letzten Sitzung zusammen. Es sei nach wie vor nicht einzusehen, warum sich der Raum Landshut kostenträchtige Doppelversorgungen leiste, die mit schöner Regelmäßigkeit zum maschinellen Aufrüsten in den Krankenhäusern führten, fuhr Ruth Müller fort. Gleichzeitig mute man den Patienten Versorgungslücken zu, die sie zu weiten Wegen in andere Kliniken zwängen. Es existiere eine fundierte Aufstellung jener medizinischer Disziplinen, die der Raum Landshut seinen Bürgern bei einem intelligenten Kooperationsmodell zusätzlich wohnortnah anbieten könne.

Es gebe also keine echte Alternative zu einer ehrlichen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land. Dies sei auch ein gangbarer Weg, die Krankenhäuser in kommunaler Hand zu behalten. Die Unruhe in einigen niederbayerischen Landkreisen zeige, wie weit anderweitige Überlegungen mancherorts schon fortgeschritten seien. Peter Barteit warnte vor den vollmundigen Versprechen privater Krankenhausfirmen. Natürlich seien die ständigen Diskussionen um die richtigen Strategien und den Abbau von Defiziten manchen Kommunalpolitikern lästig. Auch lasse die Haushaltslage einen Verkauf der Klinken oftmals verlockend erscheinen.
Die Erfahrungen zeigten, wie schnell das Gewinnstreben dieser Unternehmen zu schlechteren Bedingungen sowohl für die Patienten wie auch für das Personal führe.

Veldens Bürgermeister Gerhard Babl bekräftigte nochmals, es gebe Bereiche der Daseinsvorsorge, die man nicht in private Hand geben dürfe.
Dazu gehöre neben dem Lebensmittel Wasser auch die Versorgung der Patienten in Krankenhäusern. Angesichts des guten Rufes, den die Kliniken des Landkreises genössen, würde jede andere Entscheidung zu einem bösen Erwachen führen. Stellvertretende Landrätin Christel Engelhard gab aus eigener Erfahrung zu bedenken, für die Kreisklinik in Achdorf müsse eine Erweiterung angedacht werden. Die ungebrochene Beliebtheit dieses Hauses führe zu einer Belegung, die an die Grenze der Belastbarkeit für Patienten und Personal gehe.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.