Koalitionsvertrag in der Diskussion

Veröffentlicht am 30.11.2013 in Bundespolitik

MdB Klaus Barthel: Koalitionsvertrag enthält klare Verbesserungen in sozialen Teilbereichen

Zentrales Thema des Bezirksparteitags war der anstehende Mitgliederentscheid zum Koalitionsvertrag. Bezirksvorsitzender Franz Schindler, MdL und Vorsitzender des Rechts- und Verfassungsausschusses im Bayerischen Landtag bezeichnete die Unterstellung einer Verfassungswidrigkeit der Mitgliederbefragung als „völligen Blödsinn“. Ein Koalitionsvertrag werde zwischen Parteien geschlossen, nicht zwischen Abgeordneten. Franz Schindler riet den Parteimitgliedern bei ihrer Entscheidung zu bedenken „dass wir eine Partei sind, auf die jetzt halb Europa sieht“.

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund erklärte Helmut Fiedler vom DGB Bayern in seinem Grußwort die offizielle Bewertung des Koalitionsvertrags durch den DGB-Bundesvorstand. Die SPD-Verhandlungskommission habe vieles erreicht was dem DGB am Herzen liegt, „vieles fehlt aber noch“, so Fiedler. Als SPD-Mitglied könne er nur feststellen, die SPD habe die Wahl verloren und hat jetzt trotzdem die Chance, Regierungspolitik mitzugestalten.

Als Gastredner erläuterte der AfA-Bundesvorsitzende MdB Klaus Barthel markante Teile des Koalitionsvertrags und wies darauf hin daß „das schließlich kein SPD-Programm sei“. So enthalte der Vertrag zwar viel heiße Luft, aber auch klare Verbesserungen in sozialen Teilbereichen, so zum Beispiel im Wohnungsbereich, wo der Gestaltungsraum der Kommunen durch erhebliche Verbesserungen der Städtebauförderung und des Programms „soziale Stadt“ zu einem echten „Stadtumbau West“ führen wird.

Klaus Barthel bezeichnete auch die Vereinbarung zum Mindestlohn als einen Teilerfolg der sich sehen lassen kann. Die Umgestaltung des Renteneintrittsalters sei hingegen nicht zufriedenstellend, da das Prinzip der Rente mit 67 weiterhin nicht durchbrochen sei, dies sei in den Verhandlungen das reinste Dogma der Kanzlerin gewesen.

In der anschließenden Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass die Finanzierung der Mütterrente eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei und nicht den Rentenkassen aufgebürdet werden dürfe. MdB Uli Grötsch bemerkte in seinem Diskussionsbeitrag, „wenn der FDP-Politiker Lindner den SPD-Mitgliedern rate den Koalitionsvertrag mit Abscheu abzulehnen, dann kann er doch so schlecht nicht sein“.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.