Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung zur „kommunalen Energiewende“
Klimaschutz ist nicht nur Aufgabe der „großen“ Politik. Vielmehr sind Regionen und Kommunen Hauptakteure beim Energiesparen, beim Aufbau einer nachhaltigen und ökologisch verträglichen Energieversorgung und bei einer Verbesserung der Energieeffizienz. Kommunen und ihre Einwohner sind aber häufig nur noch Abnehmer von Energie ohne Einfluss auf Preis und Produktion. Denn die großen Energieversorger haben mit ihren Kraftwerken auf der Basis fossiler und atomarer Brennstoffe vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten die Kommunen aus der Energieversorgung gedrängt.
Die Herausforderung der Zukunft besteht jedoch darin, die endlichen und klimaschädlichen fossilen Energiequellen Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran schrittweisezu ersetzen. Die Energiewende wird zur dringlichen kommunalpolitischen Aufgabe. Die Alternative zu herkömmlichen Energien kann nur verbrauchernah, also lokal und regional verwirklicht werden. Mit der Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken stellt die Bundesregierung aber viele kommunale Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien und hoch-effizienter Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Frage. Gleichzeitig zementiert sie die wettbewerbsfeindliche Marktmacht der großen Konzerne.
Vor diesem Hintergrund fragen wir nach der Zukunft der erneuerbaren Energien und dem Einfluss der Kommunen auf die „Energiewende“.
- Kann dezentrale Energieerzeugung und Energieversorgung die herrschenden Formen der zentralen Energieerzeugung bzw. –übertragung langfristig ersetzen
- Welche Energieerzeugungs- und Energieübertragungstechnologien sind dafür nötig
- Welche Möglichkeiten gibt es für Kommunen auf dem Weg zur Energieautonomie
Referenten beim Seminar am Samstag, 13.11.2010 von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr in der Burg Hohenberg sind u.a. die SPD-Abgeordenten
Petra Ernstberger (MdB) und
Reinhold Strobl (MdL).
Anmeldung erforderlich bis spätestens Mittwoch, 10. November 2010 unter kommunalakademie-bayern@fes.de
Kosten: 20,-- Euro
Ökologische Bildungsstätte Burg Hohenberg e.V., Burg 2, 95691 Hohenberg / Eger