Jobcenter: Zurück zur ursprünglichen Idee

Veröffentlicht am 02.02.2010 in Arbeit & Wirtschaft

MdB Marianne Schieder kritisiert Jobcenter-Reform der Bundesregierung

Wo bisher Arbeitsgemeinschaften aus Kommune und Agentur für Arbeit Leistungen aus einer Hand erbringen, soll ab 2011 das Prinzip von zwei Leistungen unter einem Dach gelten. Das ursprüngliche Anliegen der Arbeitsmarktreform, nämlich Betreuung und Vermittlung aus einer Hand zu erbringen, wird damit aufgegeben.

Ganzheitliche Leistungen gehören damit der Vergangenheit an. Auch eine noch so intensive Kooperation ändert nichts daran, dass künftig zwei Bescheide erstellt werden müssen. Im Zweifelsfalle bedeutet das für Arbeitsuchende, dass sie zwei Ansprechpartner haben. Das ist eine Schönwetter-Veranstaltung, die nicht praktikabel ist. Das Organisationschaos ist vorprogrammiert und komplizierte Abstimmungsprozesse die Folge.

Die Bundesregierung täte gut daran, die Kritik insbesondere von Seiten der Kommunen und der ARGEN ernst zu nehmen. Insofern unterstütze ich die Absichten des Geschäftsführers der ARGE Cham, Josef Beer. Die Reformpläne der schwarz-gelben Bundesregierung zur Umstrukturierung der Job-Center haben schon jetzt eine verheerende Wirkung. Mit diesem Vorschlag werden mehr Bürokratie, Doppelarbeit und erhebliche Mehrkosten verursacht.

Die Unsicherheit für Arbeitsuchende und Mitarbeiter geht dann in die nächste Runde. Eine gute Unterstützung wieder in Arbeit zu kommen wird so nur schwer gelingen.

Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen brauchen die Menschen Hilfen aus einer Hand und kein Ämter-hopping. Wir brauchen eine Wertschätzung für die schwierige Arbeit, die die Mitarbeiter in den ARGEN leisten. Die Beschäftigten in den Jobcentern haben eine schwere Aufgabe und verdienen Unterstützung und keine Hängepartie. Die sinnvollste Lösung wäre eine Grundgesetzänderung. Die SPD steht dazu und hat bereits einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.