Jahresrückblick und Programm für 2011

Veröffentlicht am 28.11.2010 in Veranstaltungen

Thema 2011 – Zivilcourage. Freuen sich mit dem SPD-AK Labertal über die erfolgreiche Arbeit: Erich Rippl aus OÖ (3. v. li.), AK-Sprecher Rainer Pasta (4. v. li.), Johannes Faden, SPD-OV-Vorsitzender und Gastgeber (7. v.li.), SPD-Bezirksvorsitzende und MdL, Johanna, Werner Muggendorfer (5.v re.) und die Abordnungen der SPD-Ortsvereine aus Mallersdorf-Pfaffenberg, Langquaid, Geiselhöring, Schierling und Aufhausen.

Unser Thema für 2011: ZIVILCOURAGE
Der SPD-AK Labertal blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück – Neues Halbjahresprogramm beschlossen

Der SPD-Arbeitskreis Labertal blickt am vergangenen Donnerstag im Gasthaus Wild auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück und hat sich für die Zukunft viel vorgenommen. Nach „2010 - 65 Jahre Kriegsende“ steht das kommende Jahr unter dem Motto „Zivilcourage“. 14 SPD-Ortsvereinen aus fünf Landkreisen ist es gemeinsam gelungen, mit den Historischen Themennachmittagen, den Bonhoeffer-Wochen und den Ausstellungen „Rechtsradikalismus in Bayern“ im vergangen Jahr neue Wege der Parteiarbeit zu beschreiten und die SPD im Labertal als die „kreativste und kompetenteste gesellschaftliche Gruppe“ in der Region zu etablieren – so urteilten die beiden Ehrengäste des Abends, der oberösterreichische Landtagsabgeordnete und SPÖ-Bürgermeister von Lengau, Erich Rippl, und Johanna Werner-Muggendorfer, ebenfalls MdL und SPD-Bezirksvorsitzende für Niederbayern. Der Gast aus Öberösterreich stellte anschließend den Abordnungen der Labertal-Ortsvereinen seine Gemeinde und die erfolgreiche, von ihm praktizierte, sozialdemokratisch geprägte Kommunalpolitik in Lengau vor.

Der von Rainer Pasta vorgestellte „Jahresrückblick in Bildern“ dokumentierte auf eindruckvolle Weise die Aktivitäten des Arbeitskreises im vergangenen Jahr. „Ziel war es, die SPD aus den Hinterzimmern heraus zu holen und in der Mitte der Gesellschaft zu platzieren – und das ist uns gelungen“, so Pasta. Als Beweis für seine optimistische Bewertung stellte er, neben den vielen anderen Aktionen, besonders drei Beispiel heraus: Erstens die Historischen Themennachmittage, die sich mit der „Schierlinger Muna“, den „Todesmärschen im Labertal“ und schließlich - am 7. November zum Jahrestag der Revolution in Bayern – mit den „Gandorfers aus Pfaffenberg“ beschäftigten und - gerade mit dem letzten Thema - die Menschen in der Region erreichten, so dass selbst das Gasthaus Stöttner in Pfaffenberg die Massen an Besucher nicht fassen konnte. Zweitens die politischen Glanzlichter des Jahres, u.a. die Informationsreise des SPD-Europaabgeordneten Ismail Ertug durch die Region sowie die Tour der Roten Radler mit SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher durchs Labertal, beide Aktionen von der Presse und den Bürgerinnen und Bürgern aufmerksam verfolgt. Schließlich die vielen Aktionen für die SPD-Alternative zur Kopfpauschale, der Bürgerversicherung; für die Antwort der SPD auf die Bildungsungerechtigkeit, die Gemeinschaftsschule und für die Energiewende mit dem Protest gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, allen voran den Risiko-Reaktor ISAR 1. Ebenfalls Themen, die die Menschen bewegen und auf die es gute sozialdemokratische Antworten gibt.

Schließlich führte Pasta die Bonhoeffer-Wochen auf, die „weit mehr als 1000 Menschen in der Region erreichten“. Hierzu hob er besonders zweit Termine heraus, die die Besonderheit dieser Aktion, die die SPD zusammen mit den evangelische Kirchengemeinden organisiert hatte, belegen. „Ein unvergesslicher Termin ist uns der 24. Juni 2010, als auf Einladung der SPD der katholische Bischof Ludwig Müller in der evangelischen Kirche in Schierling mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Leben und Wirken des Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffers diskutierte. Auch der 19. November wird uns unvergessen bleiben, als der AK-Labertal mit 150 Besuchern in der voll besetzen Drei-Einigkeits-Kirche in Rottenburg das Bonhoeffer-Konzert mit Siegfried Fietz feierte. Ein musikalischer Appell an die Hoffnung, die Menschlichkeit und die Zukunft“, so der Sprecher des AK in seiner Vorstellung.

„Wer Zivilcourage verlangt, muss auch zeigen, wie man es richtig macht“
Pasta stellte das zusammen mit den beteiligten Ortsvereinen ausgearbeitete Programm für das erste Halbjahr 2011 vor. Der Arbeitskreis hat beschlossen, die Aktionen für das kommende Jahr unter das Motto „Zivilcourage“ zu stellen. So wird bereits in den Wintermonaten in allen fünf angeschlossenen Landkreisen ein De-Eskalationsseminar mit der Polizei angeboten werden. „Wenn wir von den Menschen verlangen Zivilcourage zu zeigen, dann müssen wir ihnen auch die Handreichungen geben, wie man das richtig macht. Gerade das Beispiel Dominik Brunner hat gezeigt, dass Zivilcourage auch Gefahr für das eigene Leben bedeuten kann. Hier müssen wir ansetzen und die Bürgerinnen und Bürger darin schulen, sich einzusetzen ohne sich zu gefährden so Rainer Pasta zu diesem Programmpunkt. Mit der Buchvorstellung von Wilhelm Schlötterer am 18. März in Schierling, werde einem Mann die Möglichkeit gegeben seine Arbeit, die ihm sehr viel Zivilcourage abverlangte, vorzustellen. „Macht und Missbrauch“ befasse sich mit dem Machtmissbrauch der CSU, vor allem in der Ära Strauß, so Pasta weiter. „Mit der Wander-Ausstellung ‚Freie Gewerkschaften im Mai 33 – Gerade Dich, Arbeiter wollen wir!’ (April-Mai) schließt der AK an die Themenreihe aus dem Vorjahr an. Ebenso wie mit den geplanten Themennachmittagen ‚Zivilcourage: Widerstand im Labertal’ die für Geiselhöring, Langquaid und Oberhatzkofen geplant sind. Ansonsten wollen wir die traditionellen SPD-Veranstaltungen vom Labertaler Drei-Königstreffen in Schierling über das Traditionelle Fischessen der Ergoldsbacher SPD bis hin zum ROTEN Herbst in Geiselhöring begleiten und selbstverständlich die vielen SPD-Sommerfeste unterstützen, denn Geselligkeit gehört zur Politik dazu“, so AK-Sprecher Rainer Pasta, der wie Ruht Müller aus Pfeffenhausen, für ein weiteres Jahr in seiner Funktion bestätigt wurde.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.