Jahreshauptversammlung des OV Schierling

Veröffentlicht am 23.03.2010 in Veranstaltungen

Leitet seit 14 Monaten die Geschicke der Schierlinger SPD: Marktgemeinderat Armin Buchner

„SPD: Politik, die Menschen verbindet“
Armin Buchner forderte er von der Rathausführung umfassende Offenheit und Transparenz

Einen von „Ideen und Tatkraft“ und von „einer Politik, die Menschen verbindet“ geprägten Rechenschaftsbericht über den Berichtszeitraum seit der Vorstandsneuwahl vor knapp 14 Monaten präsentierte SPD-Ortsvorsitzender Armin Buchner bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Schierling. Zu den herausragenden Ereignissen zählten die Historischen Themennachmittage zur Muna und zu den Todesmärschen. Wichtig sind für Marktrat Buchner auch die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements durch den SPD-Ortsverein mit Spendenübergaben an die BRK-Sozialstation, die sich besonders in der Betreuung Demenzkranker engagiert, und an den Schützenverein Allersdorf für die Jugendförderung sowie der Ballspende für die Jugendmannschaften der TV-Fußballabteilung.

Buchner erinnerte weiter an die Anfragen und Anträge der SPD-Fraktion zum Familienpass, zum Energiekonzept für die Gemeinde, zur Förderung des Digitalfunks für die Feuerwehren und an die Unterstützung der Unterschriftenaktionen für eine kindgerechte Grundschule des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes und des Bund Naturschutz für einen ökologischen Donauausbau ohne Staustufen. Auf Grund seiner beharrlichen Nachfragen sei auch in der letzten Marktratssitzung klar gemacht worden, dass nach der Sanierung die Nutzung des angeblich ältesten Schulhauses Deutschlands wegen des Einsatzes enormer öffentlicher Fördergelder allen Vereinen und nicht nur einem einzigen möglich sein müsse.

Besonders erfreut äußerte sich Armin Buchner über die große und vor allem positive Resonanz auf die seit Anfang Februar frei geschaltete Homepage des SPD-Ortsvereins (www.spd-schierling.de). Sie werde noch ausgebaut, stoße aber schon jetzt auf großes Interesse. Großen Dank und Anerkennung zollte er der Arbeit des Arbeitskreises Labertal unter der Leitung von Rainer Pasta. Enttäuscht äußerte sich Armin Buchner in Sachen Landespolitik über den Umgang mit der von über 100.000 Bürgern unterzeichneten Petition zur Grundschulreform, die von der CSU einfach in die hinterste Schublade gesteckt worden sei. Wenigstens bei der Förderung des Digitalfunks für die Feuerwehren habe die CSU in letzter Minute die Kurve gekratzt, nachdem sie vorher eine fest getroffene Vereinbarung mit den Kommunalverbänden einkassiert hatte.

Hinsichtlich des Familienpasses werde am nächsten Marktsonntag die SPD die Bürger nach ihren Wünschen an einen Familienpass befragen. Er habe große Zweifel, ob der Bürgermeister den Sinn eines solchen Familienpasses schon erfasst habe. Zu den Angriffen der CSU auf seine Person betonte Armin Buchner, dass er sich auf dieses Niveau der untersten Schublade nicht einlassen werde. Er konzentriere sich auf den Einsatz für die Interessen der breiten Bevölkerungsschicht in der Marktgemeinde. Erneut forderte er von der Rathausführung umfassende Offenheit und Transparenz. Er werde zum Beispiel in der Frage der Nachnutzung der Muna keine von der Rathausführung und der CSU-Fraktion mit der BIMA ausgemauschelte Auswahl aus den fünfzehn Anbietern akzeptieren. Buchner: „Ich will alle Vorschläge kennen lernen und beurteilen können.“ Zum Anschluss Schierlings an den Mittelschulstandort Alteglofsheim erinnerte Buchner daran, dass der Alarmruf der SPD noch als Falschmeldung abgetan worden sei. Martin Auer prophezeite, dass mit einer Entscheidung für Alteglofsheim der Marktrat den Sarg für die Hauptschule Schierling zimmern werde und deren Dahinscheiden dann nur noch eine Frage von wenigen Jahren sei. Eine dauerhafte Erhaltung des Hauptschulstandortes Schierling gebe es nur mit dem SPD-Konzept eines längeren Verbleibes in der Klassengemeinschaft, mehr Lehrern und kleineren Klassen. „Aber eher verabschiedet sich wohl der Papst vom Zölibat als die CSU von ihrem völlig veralteten und ideologisch verkalkten Schulmodell,“ befürchtete Auer.

Die ursprünglich für den 17. April geplante Klausurtagung des SPD-Ortsvereins wurde um eine Woche auf den Samstag, 10. April von 10:00 bis 15:00 Uhr vorverlegt. Am Gründonnerstagabend, 1. April, gibt es im Gasthaus Aumeier wieder das inzwischen zur Tradition gewordene öffentliche Fastensuppenessen des SPD-Ortsvereins. Fastenprediger ist der SPD-Landtagsabgeordnete und ehemalige Straubinger Oberbürgermeister Reinhold Perlak. Armin Buchner lud dazu ebenfalls ein wie zum Infostand am Marktsonntag, 28. März, von 11:00 bis 17:00 Uhr.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.