Jahresabschluss 2014

Veröffentlicht am 29.12.2014 in Allgemein

Genossen den Jahresabschluss zwischen den Feiertagen: v.l. AK-Sprecher Rainer Pasta, Heinrich Kaiser, Albert Eichmeier, 3. Bürgermeister Martin Kreutz, Ruth Müller, MdL, Hubert Wittmann, 1.Bürgermeister Peter Forstner, neue stellvertretende Sprecherin Karin Hagendorn, Franz Graf und Georg Riedl 

 

Jahresabschluss des AK Labertal

Ruth Müller gibt Stellvertreteramt an Karin Hagendorn ab – Wahlkampf im Raum Straubing-Bogen

Am Sonntagabend beging der SPD-Arbeitskreis Labertal seinen Jahresabschluss im Sportheim in Oberlindhart. Wie in den vergangenen Jahren auch gab es zwischen den Feiertagen die traditionelle „scharfe, rote (Gulasch)Suppe“ und einen bebilderten Jahresrückblick. Landtagsabgeordnete Ruth Müller gab ihr Amt als stellvertretende Sprecherin an Karin Hagendorn ab. Die Planungen für die kommenden Monate rundete den Abend ab.

Martin Kreutz, Ortsvereinsvorsitzender und 3. Bürgermeister in Mallersdorf-Pfaffenberg, und Peter Forstner, 1. Bürgermeister der Nachbargemeinde Neufahrn, eröffneten den Abend mit einem Grußwort und konnten eine Reihe von Ortsvorsitzenden und Ehrengästen begrüßen. Beide Bürgermeister lobten die Aktivitäten des Arbeitskreises und das reichhaltige Programm zur Unterstützung der Ortsvereine in der Region. Aber auch die immer wieder aktuellen und interessanten Themenabende des AK, die wichtige Begebenheiten der Heimatgeschichte aufgreifen und der Öffentlichkeit präsentieren, wurden gewürdigt. AK-Sprecher Rainer Pasta nutzte anschließend die Gelegenheit, einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen.

 

Wahlkampf, Wahlkampf, Wahlkampf...

So befand sich der AK Labertal zu Beginn des Jahres noch im allgemeinen Kommunalwahlkampf. Die einzelnen in der Region stattfindenden Wahlkampfveranstaltungen wurden u.a. ergänzt durch die Ehrung des Genossen Josef Bergmann in Langquaid sowie die Brot-und-Rosen-Aktion zum Internationalen Frauentag in Geiselhöring. Nach einer kurzen Erholungsphase startete der AK in den Europawahlkampf und konnte mit einem Historischer Themennachmittag zur Himmelsscheibe von

Nebra  ein absolutes Glanzlicht setzen. Auch der Vortragsabend zur Europawahl mit Ismail Ertug, MdEP in Neufahrn setzte Akzente. Nach dem Wahlmarathon der Landtags-, Bundestags-, Kommunal- und Europawahlen gönnten sich der AK uns deine Mitglieder eine wohlverdiente Sommerpause, bis im August der AK mit der Ausstellung der Seliger-Gemeinde im Kloster Rohr seine Arbeit wieder aufnahm. In diesem Kontext konnte die Lesung zu „SPD und Kirche“ mit Franz Maget begeistern. Die Mitglieder der Seliger-Gemeinde im AK Labertal besuchten auch deren Bundesversammlung in Bad Alexandersbad im Oktober und wurden dabei mit der Aufgabe betraut, die Seliger-Gemeinde im Donauraum zwischen Passau und Regensburg wieder mit Leben zu erfüllen. Von Anfang September bis zum Vierten Advent beschäftigten sich die Mitglieder des AK Labertal mit der Vorbereitung und Durchführung der „Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg“, die an sieben Standorten und einer eindrucksvollen Abschlussveranstaltung in Mallersdorf-Pfaffenberg Zeichen setzte. Dazwischen ließen der Rote Herbst der Geiselhöringer SPD vor dem Hintergrund der anstehenden Nachwahl in der Stadt und im Landkreis sowie ein Vortrag zur Mütterrente Kurz vor dem Stichtag der nachhaltigen Antragsstellung die aktuellen politischen Themen einfließen.

 

2015: 70 Jahre Kriegsende

Die vielen Aktivitäten der Ortsvereinsmitglieder, die sich in der Asylbewerber-Unterstützung in ihren Heimatorten engagieren, honorierte Pasta mit dem Hinweis, dass diese wichtigen Aufgaben für 2015 wohl noch zunehmen würden und es ihn freue, dass die SPD im Labertal hier ihrer Verantwortung beispielhaft nachkomme. Für die kommenden Monate haben die Mitglieder des AK Labertal bereits viel Vorarbeit geleistet. Mit einer Geschichtswerkstatt zum Thema „Todesmärsche“  wird der AK Labertal im 1. Halbjahr 2015 versuchen die Datenlage zu diesen oft vergessenen, regionalen Begebenheiten im Zusammenhang mit dem Kriegsende vor 70 Jahren zu verbessern. „Viele einzelne Erinnerungen haben die Menschen in der Region zu den Todesmärschen, die aber bisher in keinen klaren Zusammenhang passen“, so Pasta. Albert Eichmeier überraschte mit dem Hinweis, dass derzeit in Mötzing eine Arbeitsgruppe das Thema bearbeite und man hier einen beeindruckenden einstig ins Thema finden könne. Ruth Müller, MdL stellte die Planungen für eine Ausstellungsreihe zum Thema „Flucht und Vertreibung“ vor, die im 2. Halbjahr 2015 mit den evangelischen Kirschengemeinden durchgeführt werden soll. Karin Hagendorn präsentierte das Ausstellungsthema für Anfang 2016. „Schuld und Sühne“, so die Ausstellung, die vom Bayerischen Staatsarchiv für die Region aufbereitet und zur Verfügung gestellt wird. Hier hoffen die AK-Mitglieder vor allem die Schulen zu erreichen, zumal die Ausstellung politisch neutral gestaltet und rechtzeitig vorgestellt werden kann.

 

Und schon wieder Wahlkampf: Pronold spricht, Ude liest

Martin Kreutz, Kreisvorsitzender der Landkreis SPD Straubing-Bogen erläuterte auf vielseitigen Wunsch die Umstände, die zur Wahlfälschung in Geiselhöring und im Landkreis beitrugen. Eine unglaubliche Betrugsserie führte zur Aufhebung der Kommunalwahlen und zu Neuwahlen am 1. Februar 2015, so Kreutz. Völlig überbelegte Wohngebäude mit nur scheinbar anwesenden Erntehelfern, was vom amtierenden FW-Bürgermeister wohlwollend geduldet wurde, eine ganze Reihe an Urkundenfälschungen und schließlich die Ausfüllung fremder Wahlunterlagen zugunsten der CSU brachten ein völlig verfälschtes Wahlergebnis, bei dem es um mehrere 10-Tausend Stimmen ging – damit auch um die knappen im Kreistag. Unbelehrbar, versuchte die CSU, ausgehend von der Geschäftsstelle in Straubing, durch wohlerkannte Rechtsbeugung eine Eingrenzung des Schadens zu erreichen. Selbst seine selbst eingebrachten Gesetze wollte Kreisvorsitzender Josef Zellmeier umgehen, um die Wahlen auf Geiselhöring zu beschränken, doch da konnte selbst das CSU-geführte Innenministerium nicht mehr mitspielen. Was bleibt ist die Möglichkeit der Bevölkerung, durch eine hohe Wahlbeteiligung und einer Roten Karte für die Machtgier der CSU, die Wahlen zum Beweis einer demokratischen Grundeinstellung werden zu lassen, so Kreutz.  Der AK Labertal begleitet den Wahlkampf mit dem traditionellen Dreikönigstreffen am 10. Januar in Schierling und mit einer satirischen Lesung des Münchner Ex-OB, Christian Ude, am 13. Januar in Mallersdorf-Pfaffenberg.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.