Intensiver Gedankenaustausch

Veröffentlicht am 10.12.2014 in Kreisvorstand

r. Dipl. Ingenieur Günter Metzger, 2.v.r. MdB Flisek

Bundestagsabgeordneter Flisek zu Fachgespräch in Bogen-Furth

Bogen. Auf Einladung der (ehemaligen) Kreistagsfraktion SPD/Grüne besuchte MdB Christian Flisek in seiner Eigenschaft als Betreuungsabgeordneter die Firma Eugen Metzger GmbH in Bogen Furth. Ein breit angelegter Gedankenaustausch schloss sich der Betriebsführung an.

In seinen Begrüßungsworten freute sich Heinz Uekermann besonders über die Anwesenheit der „Zeitzeugin“ und früheren Stadt- und Kreisrätin Elsbeth Wührl; ihr verstorbener Ehegatte Andreas Wührl war ein Mann der ersten Stunde beim Aufbau des Betriebes in Bogen-Furth . Dipl. Ingenieur Günter Metzger stellte seinen Betrieb vor und gab einen kurzweiligen Einblick in die Firmengeschichte. Den Beginn machte 1968 die Gründung des Handelsunternehmens durch Eugen Metzger als Einzelunternehmen in München, fünf Jahre später erfolgte die Umwandlung der Einzelfirma in eine GmbH. 1985 wurde der Betrieb in Bogen fertig gestellt und mit der Armaturenproduktion und der Entwicklung eigener Produkte begonnen. In den darauf folgenden Jahren wandelte sich das Unternehmen vom Handelshaus zum Fertigungsbetrieb mit eigenem Vertrieb und angeschlossenem Handel für Hochdruck Rohr- und Schlauchleitungsprodukte. Die Jahre 1992 – 1998 brachten den Ausbau des Vertriebes vom lokalen Anbieter zum europaweit tätigen Unternehmen mit der Folge ein neues Firmengebäude in Bogen zu errichten; so wurden die Produktion und Lagerflächen verdreifacht. Auch heute noch entwickle sich der Betrieb stetig weiter, was sich am Ausbau der Abteilung Konstruktion- und Entwicklung dokumentiere. Zurzeit beschäftigt der Betrieb 60 Leute in Bogen und 10 Arbeitnehmer in München. Großen Wert wird auf die Ausbildung in sechs verschiedenen Berufen gelegt mit der Möglichkeit in den Betrieb auch übernommen zu werden. Bei dem anschließenden Rundgang lernten die Besucher neben altgedienten, aber immer noch funktionierenden Maschinen auch hochmoderne, neue Fertigungs- und Prüfgeräte kennen. Auch das Sortiment, neben einfachen Gebrauchsmaterialien auch hochspezialisierte Sonderanfertigungen, beeindruckte.

Bei dem anschließendem Fachgespräch, mit einer durchaus lebhaften Diskussion, ging der Betriebsleiter auf  wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein, die seiner Ansicht nach Hemmnisse für die mittelständischen Industriebetriebe darstellen. Besonders beklagte er die Zunahme des Verwaltungsaufwandes, die mit der Produktion nichts zu tun hätten. Auch die fehlende Steuergerechtigkeit innerhalb der EU wurde kritisiert. Christian Flisek zeigte durchaus Verständnis und in manchen Punkten Einverständnis mit den vorgetragenen Einschätzungen. Er verteidigte die Einführung der Rente mit 63 als einen wichtigen sozialpolitischen Schritt; die Kritik an dem geplanten Gesundheitsmanagement könne er so nicht nachvollziehen, denn das Präventionsgesetz sei durchaus im Sinn der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Einigkeit herrschte beim Themenkomplex Energiewende, dass endlich Planungssicherheit einkehren müsse. Man stehe erst am Anfang eines durchdachten Konzeptes, weil die Vorgängerregierung hier komplett versagt habe, so Flisek.

 

Homepage SPD KV Straubing-Bogen

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.