Inklusion: Oberpfälzer Schulen vorne mit dabei!

Veröffentlicht am 01.07.2011 in Bildung

Mehr Bildungsteilhabe für Kinder mit Behinderung

Nachdem im Bayerischen Landtag der Gesetzentwurf zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Bereich der Bildung den Startschuss für die „inklusive Schule“ gab, genehmigte das Kultusministerium nun bayernweit 40 Schulen das Profil „Inklusion“, darunter vier Oberpfälzer Schulen. Dies sind die Theobald-Schrems Grundschule in Mitterteich, die Marienschule Grundschule in Tirschenreuth, die Konrad-Grundschule in Regensburg und die Johann-Michael-Sailer-Schule in Barbing. An diesen Schulen werden also künftig Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet. Für die Oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordnete Margit Wild ist das eine erfreuliche Nachricht: Die Oberpfalz habe wegen der bereits bestehenden Strukturen für Kinder mit Behinderung von Anfang an gute Chancen gehabt, an der Spitze der Entwicklung zu stehen, so die Abgeordnete: „Ich freue mich, dass in meinem Bezirk sich jetzt vier Schulen das Profil ‚Inklusion‘ gegeben haben.“

Die Bildungspolitikerin vertrat die SPD-Fraktion in der interfraktionellen Arbeitsgruppe, die den Gesetzentwurf zur Inklusion im Auftrag des Landtages erarbeitete. „Von Anfang an lag ein Hauptaugenmerk auf der personellen und sachlichen Ausstattung der inklusiven Schulen“, so Wild weiter. Umso erfreulicher sei es, dass an der Theobald-Schrems Grundschule in Mitterteich und der Konrad-Grundschule in Regensburg ein festes Lehrertandem eingesetzt werde, um den inklusiven Unterricht zu ermöglichen. Die 40 Schulen seien erst der Anfang der Entwicklung zu einem inklusiven Schulsystem. Dieses könne nur erreicht werden, wenn auch ausreichende Ressourcen zur Verfügung gestellt würden. „Die interfraktionelle Arbeitsgruppe und ich persönlich werden die Entwicklung wachsam begleiten und dafür sorgen, dass so viele Schulen wie möglich inklusiven Unterricht anbieten können, um Kindern mit Behinderung ein Mehr an Bildungsteilhabe zu ermöglichen.“, so Wild.

Inklusive Klassen im Stiftland

Auch die Landtagsabgeordnete Annette Karl freut sich, dass es mit Beginn des Schuljahres 2011/12 zwei Schulen mit dem Profil „Inklusion“ im Landkreis Tirschenreuth geben wird. Wie sie aus dem Kultusministerium erfahren hat, werden an der Theobald-Schrems Grundschule in Mitterteich und an der Mariengrundschule in Tirschenreuth entsprechende Klassen gebildet, in Zusammenarbeit mit den örtlichen Förderzentren. Karl freut sich besonders darüber, dass im Landkreis Tirschenreuth gleich zwei der vier Oberpfälzer Inklusionsprojekte angesiedelt sind. Karl:" Damit werden die bereits existierenden Inklusionsanstrengungen ganzen Landkreis und die über viele Jahre bestehende Zusammenarbeit der Schulen besonders gewürdigt."

Wie Annette Karl weiter ausführt, gelang es durch vereinte Anstrengungen von ihr und dem neuen Vorsitzenden des Bildungsausschusses Martin Güll das Kultusministerium davon zu überzeugen, dass sich gerade die beiden Schulen im Stiftland als Inclusionsschulen anbieten. Die hervorragenden Konzepte der Schulen und der hartnäckige Einsatz der zwei Abgeordneten brachten trotz der räumlichen Nähe zwei Projekte in die nördliche Oberpfalz.

In den nächsten Tagen gilt es nun, vor der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes im Landtag vor der Sommerpause noch einige Detailfragen zur genauen Umsetzung zu klären. Karl zeigt sich aber optimistisch, dass dies schnell gelingt.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.