In der Metropolregion zusammenarbeiten

Veröffentlicht am 18.01.2010 in Regionalpolitik

Die SPD aus Stadt und Landkreis Landshut im Münchner Rathaus mit OB Christian Ude

SPD aus Stadt und Land besprach mit OB Christian Ude Zukunftsaufgaben

„Durch die Globalisierung sind der Gestaltungs- wie auch der Verantwortungsraum der Politik sowie die wirtschaftlichen Verflechtungen über die kommunalen Grenzen hinausgewachsen.“ So umschrieb der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude bei einem Gespräch mit SPD-Kommunalpolitikern aus Landshut die Notwendigkeit der Kooperation über Landkreis- und Bezirksgrenzen hinaus. Der Wettbewerb um Fachkräfte, Unternehmen, Investitionen und Touristen sei heute größer als jemals zuvor. Um diesen neuen globalen Herausforderungen gemeinsam und gestärkt begegnen zu können, sehe man großräumige Kooperationen von Städten und Regionen als Chance, die Standortattraktivität und die internationale Wettbewerbsfähigkeit durch Nutzung aller vorhandenen Potenziale zu erhöhen.

Ruth Müller, Fraktionsvorsitzende aus dem Landkreis und Robert Gewies, Vorsitzender der Stadtratsfraktion war es gelungen, den Termin für ein Fachgespräch im Münchner Rathaus zu bekommen. Damit wolle die SPD deutlich machen, dass ihr nicht nur an einer fruchtbaren Zusammenarbeit innerhalb der Region Landshut gelegen ist. Wie die Fraktionssprecher zum Ausdruck brachten, müssten Entwicklungsmöglichkeiten auch über die Grenzen der engeren Heimat hinaus gesucht werden. Klaus Pauli sprach hier konkret den Flughafen als Kristallisationspunkt zwischen München und Landshut an. Er sei der Ansicht, dass die enormen Entwicklungschancen auf der Isarachse noch immer nicht im vollen Umfang genutzt würden. Gerade mit diesen Möglichkeiten solle man sich in der Zukunft intensiv befassen. Stellvertretende Landrätin Christel Engelhard mahnte insbesondere Verbesserungen auf der Bahnstrecke zwischen den beiden Oberzentren an. Durch einen schrittweisen Einstieg in den Verbund des MVV solle die Situation der zahlreichen Pendler verbessert werden.

Besorgt zeigte sich die Runde über das Desaster bei der Bayerischen Landesbank. Die Casino-Mentalität beim Kauf der maroden Kärntner Bank Hypo Alpe Adria habe alle kommunalen Sparkassen in Schwierigkeiten gebracht, stellte der Münchner Oberbürgermeister fest. Mit dem Rücktritt des Verbandschefs Siegfried Naser sei die Angelegenheit noch keineswegs erledigt. Die Runde war sich einig, dass es ein einfaches „Weiter so!“ nicht geben dürfe. Gerade dies werde jedoch dokumentiert, wenn an der Spitze der bayerischen Sparkassen ein früherer Landrat, wie Naser, im Handstreich durch einen jetzigen Landrat, wie den Chamer Theo Zellner ersetzt werde. Wenn man bereit sei, aus den Milliarden-Verlusten die richtigen Lehren zu ziehen, müsse vor einer Neubesetzung eine intensive Diskussion über das Aufgabenprofil und die angemessene Bezahlung des Sparkassen-Präsidenten geführt werden.

Mit einem "Gruß aus der Hallertau" - einer Biermischung der Brauerei Pöllinger - bedankte sich die Fraktionsvorsitzende Ruth Müller bei Münchens OB Christian Ude für das ausführliche Gespräch.

Wie unattraktiv das Angebot auf der Bahnstrecke zwischen München und Landshut wirklich ist, wurde den Kommunalpolitikern der SPD bei ihrer abendlichen Heimfahrt praxisnah vor Augen geführt, als sie für die Strecke München-Moosburg 2 Stunden benötigten und viermal den Zug wechseln mussten.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.