Hauzenberger SPD: Stadt braucht Anbindung an Autobahn

Veröffentlicht am 12.03.2007 in Umwelt & Verkehr

Gerade die Stadt Hauzenberg fühlt sich durch ihre gute wirtschaftliche Struktur nicht ernst genommen. „Seit Jahren kämpfen wir um eine Anbindung an das Autobahnnetz, die mehr als wichtig für unseren Standort wäre“, so Manfred Hofmann, dritter Bürgermeister der Stadt Hauzenberg, bei der jüngsten Versammlung des SPD-Ortsvereins.

Hofmann sieht in der Verlängerung des jetzigen Zubringers einen passablen Weg, wobei er betont, dass er für jeden konstruktiven Vorschlag „zu haben wäre“. Auf alle Fälle sei diese Anbindung wichtiger als die Verfolgung unausgegorener Tunnelpläne. Hofmann erhielt hierfür die volle Unterstützung der Versammlung und auch MdL Jürgen Dupper sicherte seine Hilfe zu. Dupper fordert: “Wir brauchen eine klassische regionale Wirtschaftsförderung, wobei die Grenzwerte für eine Förderung von Investitionen unter der geltenden Norm von 250000 Euro herabgesetzt werden müssen.“ Doch das Gegenteil trete ein.

„Im neuen Agrargesetz nimmt die Landesregierung Abschied von der so wichtigen kleinstrukturierten Landwirtschaft und der Stärkung des Großagrariertums“, schimpfte Dupper. Weiter sei es am Beispiel der Förderung von Dorferneuerungen und Flurneuordnungen abzulesen, wie es darum bestellt ist.“Zur Stärkung des ländlichen Raumes zählte Dupper auch die Förderung von nachwachsenden Rohstoffen, die Steigerung von Bildungsmöglichkeiten, um den „Saugtendenzen“ der Zentren wirkungsvoll begegnen zu können. „Wir dürfen der Entwicklung nicht tatenlos zusehen, sonst gibt es bald in einer Gemeinde keine Schule mehr, wobei auch die Hauptschulen schon Probleme haben.“ Der Passauer Landtagsabgeordnete ging im weiteren Verlauf seines Referats auf die Probleme und Perspektiven des Ländlichen Raums ein. Abermals verwies er auf die Wichtigkeit des baldmöglichsten Handelns und entfachte damit bei seinen Zuhörern reges Interesse. „Bildung vor Ort, Kinderbetreuung, flächendeckende medizinische Versorgung, regionale Wirtschaftsförderung, diese Dingen müssen wieder in den Mittelpunkt rücken, um den Ländlichen Raum zu stärken“, betont Dupper und erntete für seine Ausführungen Applaus.

Foto: Ute Pillinger (v.l.) SPD Ortsvorsitzende Oberdiendorf, Jürgen Dupper, MdL, Manfred Meisl, SPD Ortsvorsitzender Hauzenberg und Manfred Hoffmann, 3. Bgm. Hauzenberg freuten sich über die rege Teilnahme an der Versammlung

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.