Gegen die Kopfpauschale

Veröffentlicht am 20.04.2010 in Allgemein

„Schwarz-Gelb gefährdet Ihre Gesundheit“ – SPD-Vorstand informiert zur Kopfpauschale (v.l.: Johannes Faden, Josef Bergbauer, Brigitte Wessely und Helga Janker)

Kopfpauschale verursacht Kopfschmerzen
Infostand der Geiselhöringer SPD zu den Plänen der Schwarz-Gelben Koalition

Viel Aufsehen erregten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Geiselhöring, als sie am vergangenen Samstag mit Kopfverband, Krücken und Schultertuch am Stadtplatz die Passanten auf die ‚Nebenwirkungen’ der schwarz-gelben Gesundheitspläne hingewiesen haben.

„Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einen radikalen Umbau unseres Gesundheitswesens vereinbart – übrigens mit den Stimmen der bayerischen CSU“, stellte Ortsvorsitzender Johannes Faden mit einem auffälligen Kopfverband währen der Gespräche mit den sichtlich betroffenen Passanten fest. „Die solidarische Krankenversicherung, in die Arbeitnehmer und Arbeitgeben gemeinsam einzahlen, soll durch eine Kopfpauschale ersetzt werden. Dann richten sich die Beiträge nicht mehr nach dem Einkommen und ein solidarischer Ausgleich unter den Versicherten findet nicht mehr statt“, erklärte dazu Brigitte Wessely, die mit einer ‚schlimmen Armverletzung’ vor der Drei-Klassen-Medizin als Folge der unterfinanzierten Koalitionspläne warnte. „Das Manager genau soviel bezahlen müssen, wie ihre Sekretärin ist ungerecht und dagegen wollen wir protestieren“, so Helga Janker, geplagt von ‚starken Hüftschmerzen’, bei der Bitte um eine Unterschrift auf der Protestnote an die Bundesregierung.

Dass die SPD nicht nur gegen die Pläne der neuen Regierung ist, sondern ein eigenes Konzept anbietet, war Josef Bergbauer, ‚Rentner mit schlechtem Allgemeinzustand’, wichtig: „Wir wollen ein solidarisches Gesundheitssystem, in dem die Kosten für Gesundheit gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Wir sagen NEIN zur Kopfpauschale!“ Diesem Aufruf folgten viele Geiselhöringer Bürgerinnen und Bürger, quer durch alle Gesellschaftsschichten und über die Parteigrenzen hinweg, wie die Unterschriftenlisten belegen. Für das eigene Konzept der ‚Bürgerversicherung’ warb die SPD mit rotem Traubenzucker.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.