Fukushima mahnt: "Beim Atomausstieg bleiben"

Veröffentlicht am 11.03.2013 in Umwelt

SPD-Mitglieder aus der Region Landshut und Dingolfing bei der Anti-Atom-Demo 2013 in Niederaichbach

"Für die Energiewende brauchen wir Manpower, Finanzmittel und Visionen" - Anti-Atom-Demo zum 2. Jahrestag der japanischen Atomkatastrophe in Niederaichbach

Rund 300 Anti-Atom-Gegner aus Vereinen, Verbänden und politischen Parteien trafen sich zur Anti-Atom-Kundgebung anlässlich des 2. Jahrestags der Atomkatastrophe in Fukushima. Auch aus der Region Landshut waren SPD-Mitglieder zur Mahnwache erschienen, unter ihnen die Kreis- und Fraktionsvorsitzende Ruth Müller und aus dem Nachbarlandkreis Dingolfing der Vorsitzende Dr. Bernd Vilsmeier.

Mit einer Gedenkminute an die über 20.000 Toten des Erdbebens und Tsunamis in Japan begann die Anti-Atom-Kundgebung am 11. März vor den Toren des Kernkraftwerks in Niederaichbach. Ungezählt sind dagegen die vielen Hunderttausenden Japaner, die durch die Atomkatastrophe und radioaktive Verseuchung ihre Heimat verloren haben und unter gesundheitlichen und wirtschafltichen Folgen leiden. Die radioaktiv versuchten Gegenden werden für mehrere hunderttausend Jahre nicht mehr bewohnbar sein.

Tschernobyl und Fukushima haben deutlich gemacht, dass es sich bei Kernkraftwerken um gefährliche Anlagen handelt, deren Technologie im Ernstfall nicht beherrschbar ist. Deshalb gebe es nur eine Alternative: Abschalten! Mit diesem Ruf wurden die jeweiligen Redebeiträge jeweils beendet.

Ungeklärt ist auch die Frage des Atommülls. Kein anderes Bundesland hat in der Vergangenheit mehr hochradioaktiven Atommüll produziert als Bayern, obwohl es weltweit kein sicheres Endlager dafür gibt.

Leider ist von den großen Ankündigungen, die die Bundesregierung vor zwei Jahren angesichts der Atomkatastrophe in Japan gemacht hat, nicht viel übrig geblieben. Ob Versorgungssicherheit, Preise, berechenbare Bedingungen für Investitionen, Fortschritte beim Klimaschutz - das Handeln der Bundesregierung bleibe vage und unkoordiniert. Dazu kommen massive Probleme bei der Finanzierung der Energiewende, da viele Programme und Projekten zu Klimaschutz und Energieeffizienz unter den Milliardenausfällen des Energie- und Klimafonds leiden.

Der SPD-Ortsvorsitzende aus Wörth, Armin Reiseck und Sprecher der BüfA (Bündnis für Atomausstieg" umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.