Für ein Europa mit anderen Akzenten

Veröffentlicht am 29.04.2009 in Kreisvorstand

v.l. Kreisvors. Daniel Süß, Europakandidat Christian Flisek, UB-Vors. Martin Panten & Fraktionsvors. Heinz Uekermann

Europakandidat Christian Flisek referierte beim SPD-Kreisvorstand
(Quelle: idowa.de) Es ist ein anderes Europa, mit anderen Akzenten, für das der Passauer Christian Flisek als Europaabgeordneter kämpfen möchte, wenn er denn am 7. Juni in das Europäische Parlament gewählt werden würde. Wie genau er sich dieses Europa vorstellt, darüber referierte der Europakandidat am Montagabend bei der Sitzung des Kreisvorstandes der SPD im Schützenhaus Ascha. Dabei stellte er klar heraus: Das Europa der Zukunft muss sozialer werden.

Was Flisek unter einem sozialeren Europa versteht, das machte er den Genossen des Landkreises Straubing-Bogen in seiner knapp 45-minütigen Rede mit mehreren Beispielen deutlich. Flisek betonte, dass dafür zuerst einmal in den Köpfen der Menschen das Verständnis von Europa geändert werden müsse. "Das Europäische Parlament beschäftigt sich nicht nur mit dem Krümmungsgrad von Gurken oder dem Salzgehalt von Brezeln." Das Europaparlament in Brüssel sei ein Machtzentrum geworden, in dem wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Staatlich und demokratisch

Eben weil diese Entscheidungen so gewichtig sind, müsste die Europapolitik sich wieder mehr hinwenden zu einer staatlichen und demokratisch orientierten Handlungsweise und weg von der übermäßigen Privatisierung und Liberalisierung. Ein Beispiel, das Flisek dafür brachte, war die kommunale Daseinsvorsorge, speziell die Trinkwasserversorgung. Dabei ging er hart mit der CSU ins Gericht. "In den Händen der CSU ist unser Trinkwasser nicht sicher." Die Trinkwasserversorgung müsse nach wie vor in kommunaler Hand bleiben. "Überall, wo sie privatisiert worden ist, ist die Qualität gesunken und die Preise sind gestiegen", so Flisek. Und während die CSU jetzt im Wahlkampf überall propagiere, dass sie sich für die kommunale Trinkwasserversorgung einsetzen wolle, habe sie in vergangener Zeit in den Gremien immer dagegen gestimmt. "Die halten sich in diesem Punkt wieder mal ein Hintertürchen offen", kritisierte Flisek.

Gesetzlicher Mindestlohn

Das Europa der Zukunft müsse eine Sozial-Union werden, die diesen Namen auch verdient, so Flisek weiter. Dazu müssten auch soziale Mindeststandards geschaffen werden, wozu auch ein angemessener gesetzlicher Mindestlohn gehöre. Es könne nicht in jedem Mitgliedstaat dieselbe Sozialpolitik betrieben werden, dafür seien die Länder zu unterschiedlich. "Doch wir müssen soziale Richtlinien schaffen, die für alle gelten."

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Uekermann gab im Laufe der Sitzung auch noch einen kurzen Einblick in die Kreispolitik. Die SPD-Fraktion habe sich vor allem bei den Haushaltsberatungen bemüht, nicht nur die finanzielle Seite der Dinge zu sehen, sondern auch wichtige Themen in die Diskussion mit einzubringen. Außerdem kämpfe sie dafür, dass die einzelnen Bereiche im Landkreis mehr als Ganzes gesehen würden. Und die SPD-Fraktion sehe sich auch in Zukunft als Anwalt der Sozialpolitik im Landkreis. - ver -

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.