
„Seit mehr als 150 Jahren kämpft die SPD dafür, dass das Leben der Menschen besser wird – es gibt noch viel zu tun!“
Schließlich kam natürlich auch die derzeitige Stimmungslage in der SPD und die spärlichen Umfrageergebnisse zur Sprache. Hier war Pronold als Landesvorsitzender gefragt und stellte sich den Fragen der Genossinnen und Genossen. Florian Pronold rief den Zuhörern in Erinnerung, dass „die SPD seit mehr als 150 Jahren dafür kämpft, dass das Leben der Menschen besser wird“. Er bekräftigte die Notwendigkeit der Sozialdemokratie und dem Kampf um soziale Gerechtigkeit. „Wer glaubt, CDU/CSU würden freiwillig die Forderungen der SPD übernehmen, der irrt gewaltig“, so Pronold. „Alles ist mühsam und durch viele Kompromisse erkämpft.“
Gerade für diese Kompromisse in der Großen Koalition werde die SPD immer wieder abgestraft und die Parteiführung infrage gestellt, obwohl die Mitglieder mit 75 Prozent dem Eintritt in die Regierung zugestimmt hatten. Pronold nannte einige Erfolge wie Mindestlohn, Pflegereform oder den sozialen Wohnungsbau und öffnete den Blick auf weitere aktuelle Baustellen: „Gut bezahlte Arbeit gegen Altersarmut, Wiedereinführung der paritätischen Verteilung der Sozialabgaben, eine echte Gesundheitsreform und vieles mehr!“ Pronold forderte von seinen Parteimitgliedern mehr Vertrauen und Geschlossenheit ein. Er warnte davor, sich durch die vom kleinen Koalitionspartner CSU und insbesondere deren Parteichef Horst Seehofer zur Schau gestellten Streitigkeiten manipulieren zu lassen. „Das Vorgaukeln einfacher Lösungen und die Blockade vereinbarter Maßnahmen sind keine seriöse Politik. Unser Ziel muss die soziale Gerechtigkeit sein“ – und auch dafür gelte: „Ins Gelingen verlieben!“