
Ismail Ertug: „Würdigung und Herausforderung zugleich“
Zur Verleihung des Nobelpreises für Frieden an die EU erklärt der SPD-Europaabgeordnete für die Oberpfalz und Niederbayern, Ismail Ertug: „ Die Entscheidung des Nobelkomitees ist überraschend, aber richtig. Die Europäische Union steht für über 60 Jahre Frieden auf einem Kontinent, der zuvor durch Nationalismus, Kleinstaaterei und zwei Weltkriege verwüstet wurde. Sie hat ihren Bürgerinnen und Bürgern die Freiheit gegeben, ohne Grenzkontrollen zu reisen, sich frei niederzulassen, Handel zu treiben und überall in Europa arbeiten zu können.
Dennoch ist der Preis auch eine Mahnung und Aufforderung: bei allen historischen Leistungen gibt es noch viel zu tun. Dabei ist die aktuelle Krise nur eines von vielen Problemen. Demokratisierung, Bürgerbeteiligung und vor allem die Ergänzung der Wirtschaftsunion um ein schlagkräftiges Soziales Europa sind Themen, die dringend bearbeitet werden müssen. Nur mit einer vertieften Zusammenarbeit können nationalistische Tendenzen überwunden und gemeinsam gelöst werden.“





