Friedensnobelpreis für die Europäische Union

Veröffentlicht am 12.10.2012 in Europa

Ismail Ertug: „Würdigung und Herausforderung zugleich“

Zur Verleihung des Nobelpreises für Frieden an die EU erklärt der SPD-Europaabgeordnete für die Oberpfalz und Niederbayern, Ismail Ertug: „ Die Entscheidung des Nobelkomitees ist überraschend, aber richtig. Die Europäische Union steht für über 60 Jahre Frieden auf einem Kontinent, der zuvor durch Nationalismus, Kleinstaaterei und zwei Weltkriege verwüstet wurde. Sie hat ihren Bürgerinnen und Bürgern die Freiheit gegeben, ohne Grenzkontrollen zu reisen, sich frei niederzulassen, Handel zu treiben und überall in Europa arbeiten zu können.

Dennoch ist der Preis auch eine Mahnung und Aufforderung: bei allen historischen Leistungen gibt es noch viel zu tun. Dabei ist die aktuelle Krise nur eines von vielen Problemen. Demokratisierung, Bürgerbeteiligung und vor allem die Ergänzung der Wirtschaftsunion um ein schlagkräftiges Soziales Europa sind Themen, die dringend bearbeitet werden müssen. Nur mit einer vertieften Zusammenarbeit können nationalistische Tendenzen überwunden und gemeinsam gelöst werden.“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.