Frauen in die Politik

Veröffentlicht am 09.12.2014 in Kreisvorstand

(Ehemalige) Kreisrätinnen Karin Peintinger (2. v.l.), Johanna Uekermann (4.v.l.) Anita Karl (5.v.l.), Rosi Deser (6v.l.)

Kaum Frauen im Kreistag – SPD und Grüne wollen das ändern

Bogen. Warum sind von 60 Kreisräten nur 13 weiblich? Warum sind auch Gemeinderäte fast immer männlich? Um diese Fragen zu diskutieren und herauszufinden, wie mehr Frauen für die Kommunalpolitik begeistert werden können, trafen sich am Dienstag Frauen der SPD und der Grünen aus dem Landkreis in Bogen.

Anita Karl (Grüne), Johanna Uekermann und Karin Peintinger (beide SPD) hatten es im Frühjahr in den Kreistag geschafft. Voller Ideen und Idealismus haben sie ihre Arbeit begonnen, um dann vom Wahlbetrug, von dem ihrer Meinung nach allein die CSU profitierte, ausgebremst zu werden. Alle drei bedauern, dass die Zeit bis zur Auflösung des Kreistages viel zu kurz war, um konkrete Vorhaben im Landkreis umzusetzen. Dabei gäbe es viele wichtige Dinge. Die angepackt werden müssten. Die Entbindungsstation in der Klinik Bogen muss wieder geöffnet werden. Bei diesem Thema waren sich alle einig. Die Frauen fordern schnellstmöglich eine neue, qualitativ hochwertige gynäkologische Abteilung im Krankenhaus Bogen. Momentan müssen Frauen oft bis nach Landshut zur Entbindung fahren, weil die näheren Kliniken oft überlastet sind. Dies sei hochschwangeren Frauen nicht zumutbar.

Für die Durchsetzung solcher weiblicher Interessen im Kreistag braucht es Frauen in der Politik. Die ROT-Grünen-Teilnehmerinnen der Dienstagsrunde, die so zum ersten Mal zusammenkam, fordern deshalb alle Frauen im Landkreis auf, bei den Nachwahlen am 1. Februar 2015 in die Wahlkabinen zu gehen oder die Briefwahl zu nutzen und mit ihren Stimmen zu helfen, das eklatante Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen im Kreistag zu beenden. Auch die absolute Mehrheit der CSU wollen die Frauen unbedingt kippen. Sie hoffen, dass noch vor den Wahlen endlich jemand gefunden wird, der für die kriminelle Wahlfälschung zur Rechenschaft gezogen wird.

Gemeinsamer Wunsch ist, dass in Zukunft mehr Frauen zu einer besseren Politik im Landkreis beitragen. Von Kinderbetreuung über vernünftige Verpflegung der Kinder in Schulen und Kitas, gesunde Erzeugung von Lebensmitteln, Naturschutz und Umwelterziehung, Pflege und Jugendhilfe – es gibt so viele Bereiche, in denen Frauen besonders kompetent sind und die ganz klar in die Zuständigkeit von Kreistag oder Gemeinden fallen. Ideen, wie mehr Frauen für die Politik zu gewinnen seien, gab es viele: Gemeinsames Frauenfrühstück, Schnuppertage im Kreistag für Frauen und Kinderbetreuung während der Kreistagssitzung waren einige davon. Es gibt viele interessante Themen in der Politik und Frauen sollten sich mutig und selbstbewusst an der Mitgestaltung in der Kommunalpolitik beteiligen, so der einmütige Appell. Das Wichtigste aber – wählen gehen am 1. Februar 2015, um einen mit mehr Frauen besetzten Kreistag zu bekommen.

 

Bildunterschrift: Die (ehemaligen) Kreisrätinnen Karin Peintinger (2. v.l.), Johanna Uekermann (4.v.l.) Anita Karl (5.v.l.), Rosi Deser (6.v.l.) bei der Veranstaltung in Bogen.

 

Homepage SPD KV Straubing-Bogen

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.