Finger weg vom Elterngeld!

Veröffentlicht am 12.07.2012 in Bundespolitik

Johanna Werner-Muggendorfer

SPD Niederbayern kritisiert Verunsicherung von Eltern durch Geld-Debatten

Den Vorstoß des CDU-Fraktionschefs Volker Kauder, der das Elterngeld infrage stellt, weisen die niederbayerischen Genossen zurück. Die familienpolitischen Störfeuer werden immer unübersichtlicher, stellte MdL Johanna Werner-Muggendorfer bei der Bezirksvorstandssitzung in Plattling fest. Nur weil die Geburtenrate einen historischen Tiefstand erreicht habe, müsse man nicht eine Leistung infrage stellen, die es jungen Müttern und Vätern ermögliche, die Elternzeit zu teilen.

Gleichzeitig waren sich die Sozialdemokraten einig, dass der Ausbau der Kinderbetreuung oberste Priorität haben müsse, wenn ab 2013 der
Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in Kraft tritt.

Derzeit gebe es in Bayern noch einen immensen Nachholbedarf bei Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren, da die Betreuungsquote im Freistaat bei 5,9 Prozent liegt. Die großen Kommunen rechnen mit einem Bedarf von bis zu 50 Prozent an Betreuungsplätzen und deshalb müsse die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen oberste Priorität haben. 400 Millionen Euro sind 2013 für das Betreuungsgeld eingeplant, im Jahr 2014 sollen es bereits 1,2 Milliarden Euro sein, die darüber hinwegtäuschen sollen, dass der Kita-Ausbau nur stockend vorankomme, so Muggendorfer.

Gerade für Frauen mache das Betreuungsgeld den Wiedereinstieg in den Beruf unattraktiver. Muggendorfer zitierte hierzu die Studie des Bonner Forschungsinstitutes zur Zukunft der Arbeit (IZA) über die Auswirkungen des Thüringer Modells, wo es das Betreuungsgeld in der von der CSU vorgeschlagenen Form bereits seit einigen Jahren gebe. Hier sei belegt, dass besonders gering qualifizierte bzw. Teilzeit arbeitende Mütter ihre Erwerbstätigkeit einschränken und das Geld in Anspruch nehmen würden. Die Folgen seien geringe Einkommen und durch fehlende fehlende Rentenansprüche eine steigende Altersarmut.
„Junge Familien brauchen verlässliche Planungsgrundlagen“ – so Muggendorfer im Bezirksvorstand. Nur wenn sie langfristig wüssten, dass Kinderbetreuung angeboten werde, dass Elterngeld auch nach der Wahl noch bezahlt werde, werden sich junge Paare für ein Leben mit Kindern und Beruf entscheiden.
Dass dem Betreuungsgeld in den eigenen schwarz-gelben Reihen die
Unterstützung fehle, habe die Abwesenheit von 126 Bundestagsabgeordneten aus Union und FDP erst kürzlich eindrucksvoll bewiesen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.