Feiertagsgesetz: CSU Totengräber der Stillen Tage

Veröffentlicht am 03.07.2013 in Landespolitik

MdL Annette Karl: SPD-Landtagsfraktion stimmte gegen Gesetzentwurf der Staatsregierung

Der Bayerische Landtag hat mit den Stimmen der CSU/FDP Staatsregierung einer Änderung des Feiertagsgesetzes zugestimmt.
Das Gesetz sieht vor, den Schutzbeginn von Stillen Tagen auf 02.00 Uhr zu verlegen. Derzeit gilt dieser Schutz von 00.00 Uhr bis 24.00 Uhr. Von der Neuregelung ausgenommen bleiben sollen lediglich Karfreitag und Karsamstag sowie Heiligabend. Die SPD-Landtagsfraktion lehnt diese Absicht klar ab.

"Die Stillen Tage müssen auch weiterhin still bleiben. Es ist für alle vertretbar, wenn an solchen Tagen der Einkehr nicht gefeiert und getanzt wird", so die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl. In Bayern gebe es lediglich neun Stille Tage. Dies habe der Bayerischen Wirtschaft bisher noch keinen Schaden getan und werde dies auch künftig nicht. Daher sehe man als SPD keinen Grund für weitere Zugeständnisse. "Die aktuell geltende Regelung war sinnvoll", so Karl.

Nach Ansicht von Karl wird Profitstreben immer mehr auf Kosten der Arbeitnehmer durchgesetzt. Schließlich müssen die Angestellten von Diskotheken u.ä. an solchen Tagen jetzt auch noch länger arbeiten. "Wenn die Staatsregierung in dem Gesetzentwurf behauptet, dass mit dieser Regelung der vom Gesetzgeber zu gewährende Schutz nicht aufgegeben werde, dann stimmt genau das eben nicht. Scheibchenweise werden jetzt die Stillen Tage sowie auch der Sonntagsschutz geopfert", so die SPD-Politikerin.

Der Sonntagsschutz liegt Karl besonders am Herzen. Gemeinsam mit vielen Organisationen wie KAB engagiert sie sich dafür, dass Familien wenigstens an einem Tag in der Woche Zeit füreinander haben.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.