Europäisches Parlament stimmt über Antrag auf Aufhebung der Immunität des früheren NPD-Vorsitzenden Udo Voigt ab

Veröffentlicht am 25.06.2015 in Presse

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken wirft dem bereits rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilten früheren NPD-Chef Udo Voigt vor, bei einem Neujahrsempfang der Partei den Holocaust geleugnet zu haben. Nun ermittelt sie gegen Voigt, den einzigen Vertreter der rechtsextremen NPD im Europaparlament.

Es lag aber noch ein weiterer Antrag auf Aufhebung seiner parlamentarischen Immunität vor. Hintergrund ist ein von Voigt angestrengtes Revisionsverfahren gegen ein Urteil des Landgerichts Berlin. Dieses hatte ihn 2014 wegen gemeinschaftlicher Beleidigung in Tateinheit mit Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

Deshalb stimmte das Europäische Parlament am Mittwochabend über die Anträge auf Aufhebung von Voigts Parlamentarischer Immunität ab und entzog ihm den Schutz der Parlamentarischen Immunität.

„Wie alle anderen Parlamentarier schützen Voigt zwar bestimmte Rechte vor Strafverfolgung. Er hat sich mit der Leugnung des Holocaust jedoch vor Beginn seines Mandats strafbar gemacht und hat sich auch dementsprechend jetzt strafrechtlich zu verantworten“, begrüßt der SPD-Europaabgeordnete Ismail Ertug das Abstimmungsergebnis im Fall Voigt.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.