Europäisches Parlament beschließt EU-Haushalt 2017

Veröffentlicht am 09.03.2016 in Presse

Eine Finanzierung für Flüchtlingshilfe in der Türkei verabredet, weitere Unterstützung angekündigt und ein neues Nothilfeinstrument der EU beschlossen: Vor diesem Hintergrund hat das Europäische Parlament am Mittwoch seine Leitlinien für den Haushalt 2017 beschlossen.

 

PM Ertug: Europäisches Parlament beschließt EU-Haushalt 2017

Eine Finanzierung für Flüchtlingshilfe in der Türkei verabredet, weitere Unterstützung angekündigt und ein neues Nothilfeinstrument der EU beschlossen: Vor diesem Hintergrund hat das Europäische Parlament am Mittwoch seine Leitlinien für den Haushalt 2017 beschlossen.

"Der Europäische Haushalt reicht nicht mehr aus für die kommenden Aufgaben. Deshalb müssen die EU-Staaten auch erklären, was konkret nicht mehr finanziert werden soll. Ansonsten muss der finanzielle Rahmen angepasst werden", erklärt der SPD-Europaabgeordnete Ismail Ertug.

Die Türkei hat bisher mehr Flüchtlinge aufgenommen als alle EU-Staaten zusammen. Die finanzielle Unterstützung der Versorgung der Flüchtlinge in der Türkei bringt den Europäischen Haushalt an seine Grenzen und zeigt auf, dass er unterfinanziert ist.

"Der Rat kommt zu uns mit derselben Position wie im Frühjahr 2015, als wir lange vor dem Höhepunkt der Migrationsbewegung standen. Das grenzt an Realitätsverweigerung!", erläutert Ertugs Kollege Jens Geier, stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses und Berichterstatter für den Haushalt 2017, und fügt hinzu: "Die Revision des Mehrjährigen Finanzrahmens, die dieses Jahr ansteht, bietet die Möglichkeit zu reagieren."

Die neuen Verpflichtungen der EU werden voraussichtlich einen Nachtragshaushalt notwendig machen, bei dem es nicht nur um 250 Millionen Euro geht - die erste Tranche der Türkei-Fazilität. Zudem verlangt die Finanzierung der Türkei-Fazilität vom Haushalt 2017 mit weiteren 750 Millionen Euro erhebliche Umschichtungen.

Weiter fordert das Parlament mehr Flexibilität bei der Anrechnung der nationalen Beiträge für den europäischen Haushalt im Rahmen des Stabilitätspaktes. "Einerseits enorme Anstrenungen von den Ländern entlang der Balkanroute verlangen, ihnen aber dann mit strengen Auflagen die Möglichkeiten nehmen. Unsere konservativen und liberalen Kolleginnen und Kollegen scheinen immer noch nicht verstanden zu haben, dass gerade Länder wie Griechenland, unter den erdrückenden Auflagen und der Herausforderung durch die Flüchtlingskrise besonders leiden", kommentiert Ismail Ertug das Ergebnis.

"Für uns Sozialdemokraten ist es eine Schande, dass sie sich damit heute durchsetzen konnten", so Geier und Ertug abschließend.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.