„Es war unheimlich wertvoll für mich“

Veröffentlicht am 28.11.2008 in Presse

Fritz Fuchs

Drei Fragen an den ehemaligen SPD-Kreisvorsitzenden Fritz Fuchs
Er habe sehr viel gelernt für sein persönliches Leben, bilanziert Fritz Fuchs (53) seine Zeit als SPD-Kreisvorsitzender. Nachdem die SPD mit Reinhold Perlak nun endlich wieder einen Abgeordneten aus dem Stimmkreis Straubing habe, sei der Zeitpunkt für einen Neuanfang an der SPD-Kreisspitze günstig – auch, wenn ihm der Schritt, sein Amt abzugeben, nicht ganz leicht gefallen sei. Jetzt will er erst einmal „durchschnaufen“.

Was haben Sie, was hat die Landkreis- SPD in den letzten Jahren bewegt?

Fuchs: Im Grundsatz ist es schwierig zu vermitteln, dass die SPD angesichts der Mehrheitsverhältnisse überhaupt etwas bewegt hat. Trotzdem ist die Handschrift der SPD unübersehbar. Das geht schon los vor meiner Zeit, mit den Weichenstellungen für das Industriegebiet Straubing-Sand, die sowohl die Straubinger SPD-Oberbürgermeister als auch die Kreis-SPD vorangetrieben haben. Oder zum Beispiel die Energie- und Umweltpolitik: Heute wird im Landkreis umgesetzt, was die SPD vor zehn und 15 Jahren schon beantragt hat. Wenn die Mehrheitspartei Probleme nicht erkennt und die SPD sie aufgreift, dann kann man die Mehrheitspartei zum Handeln bewegen. Das wird dann natürlich trotzdem der CSU zugeschrieben, aber die SPD hat’s angeschoben.

Stichwort Mehrheitsverhältnisse in Bayern: Muss man Masochist sein, um bei uns für die SPD zu kandidieren – schließlich das Scheitern oft vorhersehbar?

Fuchs: Es kann kein Ansatz sein, nur wegen des persönlichen Erfolgs zu kandidieren – und in Bayern oder in unserem Landkreis sowieso.Wenn ich für ein Amt kandidiert habe, dann in erster Linie aus einer Lebensanschauung heraus. Ich bin überzeugt, dass Engagement unverzichtbar ist. Die politischen Parteien haben das Erfolgsmodell Bundesrepublik gemeinsam mit den Bürgern gestaltet.

Ihre persönliche Bilanz?

Fuchs: Ich habe viel gelernt. Ich möchte natürlich gern einige äußerst schmerzhafte Erfahrungen hergeben, aber niemals diese ganze Arbeit. Sie war unheimlich wertvoll für mich und mein Leben. Dankbar bin ich auch für den großen Rückhalt, den mir meine Familie gegeben hat. Jetzt möchte ich erst einmal durchschnaufen und überlegen, wo ich die Freizeit investiere. Es wird mir sicher nicht langweilig.

Interview: Patrizia Burgmayer

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.