Endgueltig abschalten statt aussetzen

Veröffentlicht am 19.03.2011 in Umwelt

Leserbrief von Markus Schlichter in der Landshuter Zeitung vom 19.03.2011

Mit der Aussetzung der Laufzeitverlängerung für ältere AKW`s ist MdB Dr. Götzer endlich im Hier und Jetzt angekommen. Leider bedurfte es einer unvorstellbaren Tragödie in Japan, deren Auswirkungen auf die Umwelt, der
künftigen Energiepolitik und Weltwirtschaft noch nicht abschätzbar sind, um
ein „Umdenken“ in der politischen Gedankenwelt hervorzurufen. Aber noch sind viele Fragen zu beantworten, wodurch letztendlich das Herunterfahren von Isar 1 ausgelöst wurde.

Hat die Bundesregierung nur deshalb eine dreimonatige Aussetzung veranlasst, um verlorenen Boden in der Wählergunst zurückgewinnen zu wollen oder haben manche Entscheidungsträger in den letzten knapp zwei Wochen einen derartigen Sinneswandel erfahren, dass die bisher bei uns doch so sicheren AKW`S nun doch abgeschaltet werden sollen?

Entscheidend wird sein, ob diese „Aktion“ auch Nachhaltigkeit verspricht. Es bleibt zu hoffen, dass der Sinneswandel daran liegt, dass endlich erkannt wurde, dass es keine Laufzeitverlängerung geben darf. Ist dem nicht so und wird in drei Monaten festgestellt, dass eine Verlängerung der Laufzeiten von der Regierung wieder forciert werden sollte, ist klar, dass Merkel & Co. nur auf Zeit spielen.

Dann hat die Regierung versagt. Es geht dann nicht um die Sicherheit der
Bürger im eigenen Land, sondern um Klientelpolitik und purem Aktionismus, um Macht zu erhalten und verwalten. Die Gegner der Atomkraft werden bis zur endgültigen Entscheidung weiter an den Montagen in Niederaichbach nicht nur für „Abschalten“ sondern auch für „Abwählen“ plädieren. Noch so eine Tragödie wie derzeit in Japan passiert, muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden – unsere Verantwortung gegenüber uns und unseren Kindern verpflichtet uns dazu.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.