Ehrenamtliche bringen Licht in die Welt

Veröffentlicht am 19.07.2009 in Regionalpolitik

SPD-AK Labertal mit Ortsvereinen aus 4 Landkreisen trifft sich in Langquaid
Zu einem Sozial- und Ehrenamtsempfang hatte die Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer nach Langquaid eingeladen. Da das "Ehrenamt" grenzenlos ist, nahm auch der AK-Labertal mit Ortsvereinen aus 4 Landkreisen teil. "Soziale Probleme, Aufgabenstellungen und Ungerechtigkeiten machen nicht vor Landkreisgrenzen halt", stellte Johanna Werner-Muggendorfer fest. Mit dieser Einladung wolle man allen danken, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich im sozialen Bereich engagieren.

Die Langquaider SPD-Ortsvorsitzende Kirsten Reiter ging in ihrer Begrüßung auf die Notwendigkeit ehrenamtlichen Engagements in der Gesellschaft ein. "Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller sondern ein schlechter Bürger", zitierte sie. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende MdL Dr. Thomas Beyer ging in seiner kurzweiligen Rede auf die Vielfalt des Ehrenamts ein. Alleine die Sozialverbände in Bayern wie BRK, VdK, AWO, Caritas oder Diakonie stellen in Bayern gemeinsam 170.000 hauptamtliche Mitarbeiter – genauso viele wie die Automobilindustrie, machte Beyer den Stellenwert der Sozialdienste deutlich. Hinzu käme noch ein Vielfaches an ehrenamtlichen Mitarbeitern. Im Sozialen Bereich werden in Bayern rund 10 Milliarden Euro im Jahr erwirtschaftet, belegte der Landesvorsitzende der AWO seine Ausführungen. Für ihn als Sozialdemokraten sei es nicht hinnehmbar, dass nach den neuesten Erhebungen aus dem bayerischen Sozialbericht das Einkommen aus Erwerbsarbeit in Bayern gesunken ist. Im gleichen Zeitraum sei das Einkommen aus Vermögen gestiegen – dies spiegle soziale Ungerechtigkeiten wider.

Ziel müsse es sein, breite Schichten zu entlasten und dafür zu sorgen, dass weder Armut noch Reichtum in den nächsten Jahren zunehmen, so Johanna Werner –Muggendorfer zu Beginn Ihrer Ausführungen. Auch in Bayern gebe es Armut, führte die Rednerin aus: Etwa 160 000 Kinder leben an oder unter der Armutsgrenze, ebenso 400 000 Rentnerinnen und Rentner. Davor dürfe man die Augen nicht verschließen. Es müsse erreicht werden, dass die Kürzungen im Sozialhaushalt zurückgenommen werden und hoffentlich nicht nur "ein Vorgeschmack für weitere Kürzungen" waren. Die Einführung eines Mindestlohns sei eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und schütze auch nachhaltig vor Altersarmut.

Für den Landkreis Landshut und den AK Labertal sprach die Kreisvorsitzende Ruth Müller das Schlusswort: "Ehrenamtliche bringen mit ihrer Arbeit Licht und Wärme in die Welt und trügen dazu bei, die Gesellschaft sozialer zu machen". Die SPD stehe für soziale Gerechtigkeit und lebe das "C" der christlichen Nächstenliebe aus dem Herzen heraus.

Foto: v. li. Dr. Thomas Beyer MdL , AK-Sprecher Rainer Pasta (Geiselhöring, SR-BOG), Ruth Müller (Pfeffenhausen, LA), Kirsten Reiter (Langquaid, KEH), Johanna Werner-Muggendorfer MdL, Armin Buchner (Schierling, RGBG)

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.