Die Verantwortung für die Schöpfung ernst nehmen

Veröffentlicht am 22.11.2010 in Umwelt

„Rot-Grün hat den Atomausstieg beschlossen und man werde daran arbeiten, mit einer linken Mehrheit 2013 den jetzt geplanten Ausstieg vom Ausstieg rückgängig zu machen“, so der SPD Europa-Abgeordnete Wolfgang Kreissl-Dörfler bei der zweiten „Count-Down-Veranstaltung“ der BüfA in der Landshuter Altstadt.

Die SPD aus Stadt und Landkreis Landshut hatte „Kernenergie, die schmeckt“ und süße „Mini-AKW´s“ zum Verteilen mitgebracht.
Gemeinsam mit Rudolf Kamm von der Bayern-Allianz, den Machern des Münchner Tollwood-Festivals und „Rodscha aus Kambodscha“ warben sie in einem breiten Bündnis von SPD, Grünen, ödp, Bund Naturschutz und Bürgerinitiativen in Landshut für den Atomausstieg.

Rund 500 Besucher hatten sich in der Landshuter Alstadt am Samstag Nachmittag eingefunden, die immer wieder „Abschalten“ riefen. Armin Reiseck, Sprecher der BüfA freute sich über die zahlreichen Besucher und Unterstützer dieses Aktionstags.

Wer es ernst nehme mit der Verantwortung für die Schöpfung, dürfe nicht den kommenden 32.000 Generationen Atommüll hinterlassen oder die letzten Abschnitte der frei fließenden Donau zubetonieren, machte Kreissl-Dörfler deutlich.

Auch auf die Energiepolitik in Europa ging Kreissl-Dörfler ein: Als Deutschland müsse man Vorbild sein für Innovationen und zukunftsweisende Arbeitsplätze in der Energiebranche. Die EU könne keinem Land vorschreiben, wie sein Energiebedarf gedeckt werde, allerdings werde die EU Sicherheitsstandards einfordern. Europaweit werden derzeit lediglich in Finnland und Schweden neue Kernkraftwerke geplant. Selbst in Frankreich wächst der Widerstand gegen die Kernenergie, so Kreissl-Dörfler. Eine Veränderung in der Energieversorgung geschehe nur, wenn es Vorreiter gebe, die zeigen, wie es besser gehe. Man müsse Vorbild sein – auch für die Länder der nachholenden Industriealisierung – damit diese nicht dieselben Fehler machen und auf Dinosaurier-Technologie setzen. Die Energiekrise könne nicht durch Atomkraft gelöst werden, denn auch der Rohstoff Uran ist endlich.

„Es gibt keine Alternative zum Atomausstieg und dafür kämpfen wir gemeinsam weiter“, rief Kreissl-Dörfler die Bürgerinnen und Bürger in Landshut auf.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.