"Die Umwelt entlasten und Kosten sparen"

Veröffentlicht am 27.07.2009 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion beantragt "Ökoprofit" für Straubing-Sand
Straubing-Bogen: Die Umwelt entlasten und gleichzeitig Kosten sparen lautet das Motto des betrieblichen Umweltmanagementprogramms "ÖKOPROFIT". In ihrer jüngsten Sitzung am Dienstag im Gasthaus Thanner in Steinach beschloss die SPD-Kreistagsfraktion, dieses Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und Betrieben für das Industriegebiet Straubing-Sand zu beantragen. Wie Maria Kulzer berichtete, sei Ökoprofit in Graz entwickelt und im Rahmen der Münchener Agenda 21 zum ersten Mal in einer deutschen Kommune umgesetzt worden. Seit 1998 hätten sich in München 151 Firmen beteiligt. Auch aufgrund des Erfolgs in München würden immer mehr deutsche Kommunen das Umweltberatungsprogramm einführen. Mit Hilfe von kompetenter externer Beratung entwickeln die teilnehmenden Unternehmen gezielte betriebliche Maßnahmen, um die Umwelt zu entlasten und ihre Kosten zu senken. Auf diese Weise gebe es auf zwei Seiten Gewinner.

Wie Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann ergänzend ausführte, beruhe das Projekt auf Freiwilligkeit und Eigeninititative der Teilnehmer und unterstütze deren Zusammenarbeit. Es stärke die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Die Vorteile für die Betriebe lägen auf der Hand, denn neben der Einsparung von Kosten würden sie durch die Ermittlung aller für sie relevanten Rechtsvorschriften auch Rechtssicherheit erhalten. Die Erarbeitung sämtlicher Verbrauchs- und Umweltdaten im Betrieb würden unterstützt und durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch könnten die Betriebe von einander lernen. Nicht zu unterschätzen sei auch das gesteigerte Image durch aktiven betrieblichen Umwelschutz. Das Projekt "Ökoprofit im Industriegebiet Straubing-Sand" füge sich optimal in die Ausweisung als Bioregion Straubing-Bogen ein.

Im weiteren Sitzungsverlauf setzten sich die Fraktionsmitglieder kritisch mit aktuellen Verlautbaren des bayerischen Bildungsministers zur Schulpolitik auseinander. Wenn die vorgelegten Pläne umgesetzt würden, gebe dies allen Hauptschulen endgültig den Rest. Stattdessen müssten Kinder nicht vier, sondern sechs Jahre gemeinsam unterrichtet werden, um die verschiedenen Begabungen optimal zu fördern. Unverzichtbar sei auch ein heimatnaher Unterricht, statt die Schulzeit immer länger in die Busse zu verlegen. Zur anstehenden Kreisausschusssitzung äusserten sich die Anwesenden nicht zufrieden mit der ablehnenden Beschlussvorlage zu einer Mitfahrzentrale im Landkreis. Wenn einerseits die unbezweifelbaren Vorteile und die Beteiligung vieler Nachbarregionen sowie der Wille der Stadt Straubing positiv geschildert werde, könne dieser Service für die Bürgerinnen und Bürger nicht an Finanzmitteln in marginaler Höhe scheitern. Auch der Landkreis müsse seinen Beitrag leisten, Straßenverkehr zu vermeiden, wo dies durch die Bildung von Fahrgemeinschaften möglich sei.

Sehr positiv nahm die Fraktion den Bericht von Kreisrätin Rosi Deser aus dem Jugendhilfeausschuss auf. Der Landkreis sei nun der Initiative "Eltern im Netz" beigetreten, so die Rednerin. Mit diesem Forum würden Eltern rund um das Thema "Erziehung und Familie" informiert und mit wertvollen Hilfestellung unterstützt. Ein positiver Aspekt an dieser Interneteinrichtung sei unter anderem, dass durch Eingabe der Postleitzahl die zuständigen Ansprechpartner und Beratungsstellen im Landkreis einzusehen seien. Zum Jugendhilfeplan berichtete Kreisrätin Rosi Deser, nun sei der letzte Teilplan erarbeitet worden. Im Herbst werde das Gesamtergebnis im "Arbeitskreis Jugendhilfeplanung" vorgestellt und diskutiert. Position der SPD-Fraktion sei es, dass aus den Teilplänen Ziele formuliert und Projekte entwickelt werden.

 

Homepage SPD KV Straubing-Bogen

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.