Die ländlichen Regionen Bayerns haben mehr verdient

Veröffentlicht am 02.03.2010 in Landespolitik

MdL Annette Karl: Kritik an den aktuellen Bayerischen Kabinettsbeschlüssen

Die Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für den ländlichen Raum, MdL Annette Karl fordert von der Bayerischen Staatsregierung effektive Maßnahmen für schnelles Internet im ganzen Freistaat.
Annette Karl hält den aktuellen Beschluss des Kabinetts für den ländlichen Raum für nicht Ziel führend: "Die ländlichen Gebiete Bayerns brauchen mehr als die Verlängerung der Laufzeit der ineffektiven und überbürokratisierten Breitbandförderrichtlinie, sie benötigen konkrete Aktivitäten der Staatsregierung gegen Abwanderung und wachsende wirtschaftliche Gegensätze", so Karl.

Die Verlängerung der Laufzeit der Förderrichtlinie stelle aber zumindest sicher, dass die dort immer noch nicht verteilten Mittel von etwa 30 Millionen Euro nicht zweckentfremdet ausgegeben werden. "Um dem Breitbandausbau als wichtigster infrastruktureller Maßnahme in den ländlichen Regionen aber endlich den nötigen Schub zu geben, muss der Ausbau als Dienstleistung von allgemeinen wirtschaftlichen Interesse, also als Aufgabe der Daseinsvorsorge installiert werden", fordert Karl. Dies sei nach der aktuellen "Leitlinie der EU für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau" auch möglich. Karl: "Der Freistaat muss sich hier endlich seiner Verantwortung stellen und nicht durch weiteres Zuwarten der digitalen Spaltung Bayerns Vorschub leisten."

Auch im Bereich der wohnortnahen Schulversorgung brauche es mehr als bloße Lippenbekenntnisse! Es reiche nicht aus, die Mindestschülerzahlen auf 15 bei Hauptschulen oder 12 bei Grundschulen festzusetzen, wenn auf Grund der Regelungen zur Stundenbudgetierung mindesten 25 Schüler pro Klasse notwendig sind, um auch nur den Pflichtunterricht abzudecken. "Die ländlichen Regionen haben mehr verdient als die wohl tönende Sterbebegleitung ihrer gewachsenen Strukturen, sie brauchen eine ausreichende finanzielle Ausstattung ihrer Kommunen durch eine Verbesserung des Finanzausgleichs und eine effiziente regionale Wirtschaftsförderung in Form von Regionalbudgets, die von den Regionen eigenverantwortlich verwaltet werden können", erklärt die Oberpfälzer Abgeordnete. Die Menschen und die Entscheidungsträger vor Ort wüssten am besten, welche Maßnahmen nötig sind.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.