
Demokratie-Auftakt mit Christian Springer

Demokratie-Auftakt mit Christian Springer
Auf der MS Maximilian II fand am Freitagabend ein besonderer „Demokratie-Auftakt“ statt. Die Veranstaltung, zu der die SPD im Wahlkreis Landshut-Kelheim eingeladen hatte, stand im Zeichen der Verteidigung demokratischer Werte in bewegten Zeiten. Rund 100 Gäste kamen an Bord des Schiffes an der Schiffsanlegestelle „Donau“ in Kelheim, um mit den Veranstaltern und dem renommierten Kabarettisten Christian Springer über die aktuellen Herausforderungen der Demokratie zu diskutieren.
Den Abend eröffnete die Kelheimer SPD-Stadträtin Maria Meixner. In ihrer Begrüßungsrede erinnerte sie an die historische Verantwortung, die Demokratie zu schützen. Mit einem klaren Bezug auf aktuelle politische Entwicklungen, darunter das Abstimmungsverhalten im Bundestag und die wachsende Bedrohung durch Rechtsextremismus, betonte Meixner, dass demokratische Werte nicht selbstverständlich sind. „Die Weimarer Republik ist auch am Mangel an Demokraten gescheitert. Wir müssen aus der Geschichte lernen und uns gegen jede Form der Demokratiefeindlichkeit wehren“, appellierte sie an die Anwesenden.
Ein hochkarätiges Podium, bestehend aus dem Kabarettisten und Autor Christian Springer, der SPD-Bundestagskandidatin Anja König und der Landtagsabgeordneten und SPD-Generalsekretärin Ruth Müller, diskutierte anschließend über den Zustand der Demokratie in Deutschland und weltweit. Moderiert wurde die Diskussion von Ruth Müller, die auf die zunehmende Gewalt in der Politik hinwies. Christian Springer, der seit Jahrzehnten politisches Kabarett macht und sich humanitär engagiert, brachte dazu seine Erfahrungen und Einschätzungen ein. „Es macht mir Angst, wie sich die Demokratiefeinde vermehren – schneller als ein Virus“, sagte Springer mit Blick auf rechtsextreme Tendenzen und die Verrohung der politischen Debatten.
Ein zentrales Thema war auch Springers Buch „Bayerischer Mob – wie die Gewalt in die Politik einzog“, in dem er zusammen mit der Journalistin Kerstin Schweiger politische Übergriffe dokumentiert. 2.800 Angriffe auf Politikerinnen und Politiker allein im Jahr 2023 seien ein alarmierendes Zeichen, so Springer. „Wenn Politiker selbst Brandbeschleuniger sind, anstatt sich für unsere Demokratie starkzumachen, dann haben wir ein Problem“, stellte er fest.
Anja König knüpfte an das Thema an und sprach über ihre persönlichen Erfahrungen mit politischer Verantwortung. Sie betonte, dass die Politik greifbare Verbesserungen im Leben der Menschen bewirken müsse, um Vertrauen in die Demokratie zu stärken. „Ob Bürger*innenversicherung oder bezahlbarer Wohnraum – wir müssen Lösungen bieten, die die Menschen spüren“, sagte König.
Neben der Innenpolitik wurde auch das humanitäre Engagement von Christian Springer beleuchtet. Seit über einem Jahrzehnt setzt er sich mit seinem Verein „Orienthelfer“ für geflüchtete Menschen aus dem Nahen Osten ein und leistet dort direkte Hilfe. Gerade angesichts der aktuellen Entwicklungen in Syrien sei es wichtiger denn je, solidarisch zu handeln. Die Gäste der Veranstaltung wurden aufgerufen, dieses Engagement mit Spenden zu unterstützen.
Zum Abschluss richtete sich Christian Springer mit einem eindringlichen Appell an das Publikum: „Erinnerung ist keine Bürde, sondern eine Chance. Es ist unsere Verantwortung, Geschichte nicht zu wiederholen.“ Mit einer lebhaften Diskussion und einer regen Beteiligung des Publikums endete der Abend – ein kraftvolles Zeichen für die Verteidigung der Demokratie.
Spendenaufruf:
Mehr Informationen erfahren Sie auf: https://www.orienthelfer.de/
Spenden können Sie direkt unter: https://www.orienthelfer.de/spenden/
Jeder Betrag hilft, damit notleidenden Menschen, insbesondere Kindern, Hoffnung und eine Zukunft geboten werden kann.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.