CSU wird immer unglaubwürdiger

Veröffentlicht am 25.01.2010 in Allgemein

Nach jahrzehntelanger Alleinherrschaft sucht die CSU nun das "gerechtere Bayern"
Perlak: Seehofers Initiative ist ebenso durchsichtig wie unglaubwürdig

Die CSU will nun die Möglichkeiten für mehr soziale Gerechtigkeit in Bayern ausloten. Bis zum Juni sollen Vorschläge gegen Altersarmut, regionale Benachteiligungen oder ungleiche Bildungschancen ausgearbeitet sein, kündigte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Freitag nach dem ersten Treffen der so genannten Sozialkommission in München an.

"Man fragt sich schon, warum die CSU jahrzehntelang die Forderungen der SPD nach einem gerechteren Bayern ablehnt, die Ungerechtigkeiten anhäuft und nun 'Beratung, Unterstützung und Vorschläge für die sozialpolitische, gesellschaftliche Arbeit in den nächsten Jahren' sucht", so Reinhold Perlak. Allein die Erkenntnis, dass es in Bayern ein 'soziales und regionales Gefälle' gibt, sei ein bedeutender Fortschritt, so MdL Perlak, "war Bayern bisher in allen Belangen nur 'Spitze' ".

Der Blick auf die Ergebnisse des Zweiten Sozialberichtes, scheine den Ministerpräsidenten schockiert zu haben. Allein das Armutsrisiko, dass in Bayern bei elf Prozent liege und einzelne Gruppen wie Alleinerziehende oder Rentner akut bedroht seien, erkenne die CSU jetzt neu, so Perlak weiter.

"Doch wer jahrzehntelang dafür gesorgt hat, dass es in Bayern nicht gerechter zugeht und nun überrascht und schockiert über die Folgen der eigenen Politik ist, der sollte dafür auch die Verantwortung tragen und die Regierungsverantwortung abgeben", so Reinhold Perlak. "Es scheint aber nur ein weiterer Akt der Selbstinszenierung der CSU zu sein, um dem Wähler ein christlich-soziales Gewissen vorzugaukeln. Das ist die bayerische Umsetzung der Forderungen der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel im linken Lager Stimmen zu wildern".

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.